facebook     instagram     YouTube

VIDEOBLOG TAG #9

BLOG #6: Jan Plewka singt Rio Reiser

… und der ganze Saal singt mit.

Das Kleist Forum füllt sich und immer mehr Menschen strömen hinein. Sie alle sind gekommen um Jan Plewkas Interpretation von Rio Reisers Werken zu lauschen.
Und kaum durchdringt seine Stimme den Raum, ist die Atmosphäre geladen von positiver Energie. Bald darauf singen die Gäste aus voller Kehle mit und Tanzwütige finden sich an den Seiten des Saales, um gemeinsam zu feiern.
Eine unglaublich mitreißende Stimmung macht sich im Großen Saal breit, weil Jan Plewka und seine Band mit viel Humor und Talent das Publikum begeistern. Sie spielen nicht nur gute Musik, wobei sie eine Vielfalt an Instrumenten nutzen, sondern schaffen auch mit viel Innovation und witzigen Ideen einen unvergesslichen Abend. Einmal laufen sie durch die Sitzreihen und sammeln Geld für einen guten Zweck, nämlich Bier. Ein andermal versucht einer der Musiker Jan Plewka Akkordeonspielen beizubringen, während die Bandmitglieder taktisch passend ihre Bierflachen laut knallen lassen. Selbst die Lichtshow ist so hochwertig wie die musikalischen Leistungen der Band selbst.
Weiter lesen …

VIDEOBLOG TAG #7 / #8

BLOG #5: “Shakespeare und Kleist: Genie und Nachahmer?” im Kleist-Museum

Nicht nur das Kleist Forum, sondern auch das Kleist-Museum bot ein vielfältiges Angebot während der Kleist-Festtage 2016.
Neben Lesungen, wissenschaftlichen Kolloquien und Filmvorstellungen hat das Kleist-Museum zum Thema „Shakespeare und Kleist: Genie und Nachahmer?“ eine Sonderausstellung zusammengestellt, die die Zusammenhänge zwischen Shakespeare und Kleist aufzeigt. Neben Briefen, in denen Kleist auf Shakespeare verweist, sind dort sogar Original-Manuskripte zu finden.

Das Highlight der Ausstellung ist Kleists Manuskript vom Stück „Die Familie Schroffenstein“, welches im Kleist Forum auch aufgeführt wurde. Da sowieso nur sehr wenige Original-Manuskripte von Kleist existieren, ist das ein ganz besonderes Ausstellungsstück.
Wir hatten das Privileg eine Führung zu bekommen. Wer glaubt, Museumsführungen seien im Allgemeinen sowieso total langweilig, liegt falsch!
Weiter lesen …

VIDEOBLOG TAG #6

BLOG #5: Die Familie Schroffenstein

„Die Stämme sind zu nah gepflanzt, so zerschlagen sich die Äste.“

Kleists Tragödie „Die Familie Schroffenstein“ beschreibt, wie ein dramatisches Ereignis Bitterkeit in Allen säht und sie gegeneinander aufbringt.
Die Familie Schroffenstein ist aufgespalten in zwei Häuser, das von Warwand und das von Rossitz, zwischen denen ein Erbvertrag gilt, der starkes Misstrauen untereinander auslöst. Der Erbvertrag besagt, dass alles Erbe des einen Hauses an das andere weitergegeben wird, sollte es aussterben. So bleibt der Gedanke nicht fern, dass man es sich zum Ziel gemacht haben könnte, das jeweils andere Haus auszulöschen, um deren Hab und Gut übernehmen zu können.
Die beiden Häuser werfen sich gegenseitig grausame Taten vor und durch weitere Verstrickungen schwören sie sich gegenseitig Rache. Mittendrin die Tochter des Hause Warwands und der Sohn des Hauses Rossitz, die sich ineinander verlieben und versuchen die Rätsel aufzulösen.
Das Theaterensemble aus Bremen spielt sehr authentisch und überzeugend Kleists emotionales Stück über Voreingenommenheit, Liebe und die Tragik des Missverständnisses.
Weiter lesen …

VIDEOBLOG TAG #4

BLOG #4: NippleJesus

Ein Museumswächter befasst sich mit der Frage „Was ist eigentlich Kunst?“ und durchlebt dabei Höhen und Tiefen.
Die Darstellung, die der Protagonist bewacht, zeigt Jesus. Daran sei doch eigentlich nichts Verwerfliches zu finden, denkt sich der Museumswächter. Warum also die Warnung vor anstößigen Inhalten vor dem Eingang des Raumes? Als er das Bild näher betrachtet, entdeckt er jedoch, woraus es gemacht wurde: Aus vielen kleinen ausgeschnittenen Fotos weiblicher Brustwarzen.
Der Protagonist erlebt mit diesem Kunstwerk zwei nervenaufreibende Tage. Während er das Bild erst als geschmacklos deklariert, verändert sich folgend seine Meinung dazu. Durch das Bewachen des Werkes hat er Zeit, es zu betrachten, darüber nachzudenken und es zu wirken zu lassen.
Er entwickelt eine eigene Art Bindung zum Werk und auch zu seiner Erschafferin und ist umso em-pörter zu sehen, was die Menschen um ihn herum vom Nipple Jesus halten und wie sie damit umgehen.
Weiter lesen …

VIDEOBLOG TAG #3

BLOG #3: Baal von Bertolt Brecht – Thomas Thieme und Sohn

Am dritten Tag der Kleist-Festtage bot man uns eine sogenannte „konzertante Lesung“. Wir waren uns nicht ganz schlüssig, was uns erwartete, doch wurden nicht enttäuscht.
Thomas Thieme, Film- und Theaterschauspieler und sein Sohn Arthur überzeugten mit einer außergewöhnlichen Interpretation von Bertolt Brechts „Baal“. Thomas Thieme las und sang und sein Sohn begleitete ihn an der Bassgitarre und mit Hintergrundgesang. Was nach unspektakulärer und monotoner Unterhaltung klingt, war tatsächlich überraschend mitreißend. Thomas Thiemes raue, markante Stimme harmonierte ausgesprochen gut mit den tiefen, teilweise rabiaten Klängen der Bassgitarre. Arthur Thieme holte alles aus seinem Instrument heraus, was möglich war. Er pfiff, sang, spielte mit Händen, Drähten und sogar einem Geigenbogen. Beide Männer schienen ihr Werk wahrlich gut zu beherrschen. Der Boden bebte, die Stühle zitterten und ein Gast stand sogar auf, um sich weiter nach hinten zu setzen, weil ihm der Auftritt der beiden Männer doch zu schwungvoll war. Alle weiteren Gäste ließen sich jedoch gern darauf ein. Eine Dame stand zu Beginn des Stückes sogar spontan auf, betrat die Bühnenfläche und bat den charismatischen Thomas Thieme um einen Tanz.
Besondere Atmosphäre erzeugte das Bühnenbild.
Weiter lesen …

VIDEOBLOG TAG #2

BLOG #2: Poetry Slam Dead or Alive

Eine bunte Tüte voller humorvoller, nachdenklicher und verzaubernder Momente.
Bei dem Poetry Slam Dead or Alive traten lebende Dichter gegen tote Dichter an.
Es ging um die Dichter-Ehre, es ging darum, einen schönen Abend zu verbringen und vor allem ging es um eine Flasche Whiskey.
Der charmante Moderator David Friedrich führte mit Humor durch den Abend. Zunächst verteilte er die Jurykarten mit Bewertungsmöglichkeiten von 1 bis 10, wobei unser Videoblogger-Kollege Kilian die Ehre hatte eine zu erhalten. In diesem Zuge ließ Friedrich uns mit einem Augenzwinkern wissen, dass ihm, als in Hamburg Lebender, die Meinung der Frankfurter Unipresse (also unsere) herzlich egal sein könne.
In Anbetracht dessen, konnten wir uns nicht verkneifen zu erwähnen, dass wir es mit großer Prominenz zu tun hatten. Sein größter Erfolg, der ihn Deutschland weit bekannt werden ließ, ist nach seiner Tätigkeit als Moderator und Poetry Slammer, die Rolle der Leiche als Schockbild auf den Zigarettenpackungen. Davor ziehen wir den Hut. (Er bat außerdem darum, sein äußerst geschmackvoll gewähltes Einstecktuch zu erwähnen.)
Nachdem also die Jurykarten verteilt und die Grundlagen erklärt wurden, konnte der Dichterwettstreit beginnen.
Weiter lesen …

VIDEOBLOG TAG #1

BLOG #1: Eröffnung & “paradies fluten”

Die Kleist-Festtage öffnen ihre Pforten und laden mit ihrem bunten Programm ein, dem tristen Regenwetter zu entkommen.
Vom 06. bis 16. Oktober 2016 erwarten die Besucher zehn Tage, die sich ganz dem Thema „Shakespeare, Kleist & Co.“ widmen. Inspiriert von William Shakespeares 400. Todestag, setzt sich ein vielfältiges Programm aus Schauspiel, Poetry Slam, Konzert, Film, Lesung und Ausstellung zusammen. Die Gäste sind herzlich eingeladen sich inspirieren und begeistern zu lassen, mitzudenken und Relationen neu zu erfassen.
Um 18 Uhr eröffnete Florian Vogel, künstlerischer Leiter des Kleist Forums, die Kleist-Festtage und Dr. Martin Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), betonte die Bedeutung des Festivals, sowie des Kleist-Förderpreises, der im Zuge der Eröffnungsveranstaltung überreicht wurde.
Dieses Jahr wurde Thomas Köck zum Preisträger gekürt, der durch seine sympathische, kurze Rede ein Lächeln auf das Gesicht der Gäste zauberte. Das Preisträgerstück „paradies fluten“ wurde im Anschluss von Schauspielern, Tänzern und Musikern vom Theater Rampe (Stuttgart) aufgeführt.

Dem im Titel genannten Begriff des Flutens wird das Stück schon zu Beginn gerecht, als seine ersten Szenen nicht erst im Theatersaal, sondern schon auf dem Gang davor beginnen. Geflutet werden vor allem die Sinne der Gäste.
Unter einem Banner mit der Aufschrift „Museum des Kapitalismus“ mischen sich die Schauspieler unter die Zuschauer und die unkonventionelle Darbietung beginnt. Schon der erste Eindruck zeigt die bewusste Andersartigkeit des Stücks.

Weiter lesen …

 
 
Veranstalter
Messe und Veranstaltungs GmbH - Partner der Kleist Festtage 2011 Kleist-Museum - Partner der Kleist Festtage 2011
Medienpartner
antenne brandenburg - Partner der Kleist Festtage 2011 radioeins - Partner der Kleist Festtage 2010
Partner & Förderer
Frankfurt (Oder) Sparkasse Oder-Spree Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) BMW Autohaus Bothe Brauhaus Frankfurt (Oder)