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PROGRAMMÜBERSICHT KLEIST-FESTTAGE 2015

DI 6.10.2015

18:00 Eröffnung der Kleist-Festtage und Vernissage
Ausstellung
Euer Kleist! Spielt ihr ihn?
Inszenierungen im geteilten Deutschland
Kleist-Museum

21:00 Heinrich von Kleist: Homburg!
Schauspiel, Modernes Theater Oderland
Kleist Forum
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Im Anschluss: Festivaltreff
DarstellBar, Kleist Forum

MI 7.10.2015

9:30 & 11:00 Wolfgang Rieck: Wir können alles werden!
Ein musikalisches Kinderprogramm
Kleist-Museum

13:00 Helden wie wir / Helden der DDR
Lesung mit dem Theater(jugend)club des Kleist Forums
Haus 2 der Stadt- und Regionalbibliothek

16:00 Euer Kleist! Spielt ihr ihn?
Inszenierungen im geteilten Deutschland
Führung durch die Ausstellung
Kleist-Museum

18:00 Verleihung des Kleist-Förderpreises 2015
Kleist Forum

19:30 Kleist-Förderpreisstück 2015
Lukas Linder: Der Mann aus Oklahoma
Schauspiel, Schauspiel Leipzig
Kleist Forum
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Im Anschluss: Festivaltreff
DarstellBar, Kleist Forum

DO 8.10.2015

11:00 KLEIST.digital
Re-Launch-Party und Pressegespräch
Kleist-Museum

19:30 Michael Morpurgo und Simon Reade: Private Peaceful
Schauspiel, Hamburger Kammerspiele
Kleist Forum
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Im Anschluss: Festivaltreff
DarstellBar, Kleist Forum

FR 9.10.2015

10:00 Vor und hinter dem Vorhang.
Kleists Texte und das Theater
Wissenschaftliches Kolloquium
Kleist-Museum

11:00 ge | hor | sam | st KLEIST
Präsentation der Text-Bild-Spielcollage
Kleist-Museum

17:00 Gehorsam / Mut / Verantwortung
Polit-Talk
Kleist Forum

19:00 (DIS-)ORDER – Theatermanöver an der Oder
Workshoppräsentation des deutsch-polnischen Talent Campus
Kleist Forum

19:00 Kleist: Ungeheuer Gehorsam?!
Friedo Solter im Gespräch
Kleist-Museum

21:00 Ausgedient / Defunct (D 2014)
Dokumentarfilm mit Publikumsgespräch
Kleist Forum
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Im Anschluss: Festivaltreff
DarstellBar, Kleist Forum

SA 10.10.2015

10:30 Gehorsam. Die Bustour
Exkursion
Abfahrt: Kleist-Museum

19:30 Heinrich von Kleist: Die Marquise von O.
Schauspiel, Schauspiel Stuttgart
Kleist Forum
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Im Anschluss: Festivaltreff
DarstellBar, Kleist Forum

SO 11.10.2015

13:00 Euer Kleist! Spielt ihr ihn?
Inszenierungen im geteilten Deutschland
Führung durch die Ausstellung
Kleist-Museum

14:00 Prinz Friedrich von Homburg
(Fernsehen der DDR, 1989)
Filmfrühstück
Kleist-Museum

17:00 Zu guter Letzt … 17 Hippies
Konzert
Kleist Forum
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Im Anschluss: Abschlussparty
DarstellBar, Kleist Forum

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06.10. |

ERÖFFNUNG DER KLEIST-FESTTAGE 2015 UND VERNISSAGE *

Vernissage
Euer Kleist! Spielt ihr ihn?
Inszenierungen im geteilten Deutschland

Im Zentrum der Ausstellung steht Kleists letztes Schauspiel Prinz Friedrich von Homburg. Das Drama entstand 1810/1811 und gelangte 1821 unter dem Titel Die Schlacht von Fehrbellin zur Uraufführung. Seitdem erlebte es eine wechselvolle Aufführungsgeschichte: vom Bühnenverbot bis zur vollständigen Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten.

Nach 1945 verschwand das Stück von den deutschen Bühnen. Erst Anfang der 1950er Jahre, u. a. beeinflusst vom französischen Theater, rückte das Werk wieder ins Bewusstsein. Die unterschiedlichen Aneignungs- und Vermittlungsformen in den beiden deutschen Staaten spiegeln die kulturpolitischen und gesellschaftlichen Debatten der Zeit. Die Ausstellung berichtet von Restauration, Restriktion, Rebellion sowie grenzübergreifender Interaktion und gibt Einblick in die verschiedenen Facetten deutsch-deutscher (Theater-) Geschichte.

Die Ausstellung wird eröffnet von Monika Grütters, MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien im Beisein von Sabine Kunst, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und Martin Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder).

18:00 / Kleist-Museum / Eintritt frei

07.10. - 31.01.|

Euer Kleist! Spielt ihr ihn? *

Ausstellung
Inszenierungen im geteilten Deutschland

Die Vereinnahmung literarischer Werke lässt sich am Schaffen Heinrich von Kleists wie bei kaum einem anderen deutschen Dichter aufzeigen. Auch die Verhältnisse in der BRD und der DDR – insbesondere das Spannungsfeld von Literatur und Politik, von Kunst und Wertediskurs – offenbaren sich in der Rezeption des umstrittenen Klassikers. Da bis heute eine Gesamtdarstellung der Inszenierungsgeschichte Kleist’scher Werke noch aussteht, ist die Ausstellung Auftakt und Impulsgeber für die weitere wissenschaftliche Arbeit des Kleist-Museums.

Die Begleitpublikation Euer Kleist! Spielt ihr ihn? – Deutsch-deutsche Theatergeschichte(n) geht über die Ausstellung hinaus und versammelt Stimmen von prägenden Regisseuren, Dramaturgen und Theaterkritikern. Interviews und Essays geben Einblick in eine bewegte Zeit.

Ergänzend zur Ausstellung entstand ein umfangreiches Vermittlungskonzept, nähere Informationen: www.kleist-museum/ausstellungen.

Kuratorin: Nadja Kupsch
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Beatrice Häusler

Kleist-Museum / Eintritt: 5,- € / ermäßigt 3,- € / Festival-Pass 2,50 €

7. Oktober 2015 bis 31. Januar 2016, Di – So, 10 – 18 Uhr

Öffentliche Führungen zu den Kleist-Festtagen:
7. Oktober, 16:00 und 11. Oktober, 13:00

06.10. |

Homburg!

Schauspiel, Auftragswerk
Frankfurter Premiere
frei nach Prinz Friedrich von Homburg
von Heinrich von Kleist
Bearbeitet von Dov Eric Dorozkhin
Eine Koproduktion
des Modernen Theaters Oderland e.V.
und der Messe und Veranstaltungs GmbH

Anlässlich der Kleist-Festtage 2015 haben wir das Moderne Theater Oderland in Frankfurt (Oder) eingeladen, sich mit dem zentralen Werk dieses Festivals, Prinz Friedrich von Homburg, zu beschäftigen und in einer ganz eigenen Lesart eine Inszenierung bei uns auf die Bühne – bzw. unter die Bühne – zu bringen. Auf ihrer theatralen Recherche gingen der Schauspieler Stefan Stern und der Regisseur Dov Eric Dorozkhin folgenden Fragen nach:

Wer ist der Prinz Friedrich Arthur von Hessen-Homburg? Ein begnadeter, verträumter Prinz? Ein zufälliger Held – mutiger Soldat – blinder Patriot – der perfekte Untertan? Oder ein permanentes Rätsel zwischen Nachtwanderung und post-traumatischen Anfällen, zwischen Liebe und Schlachtfeld? Sein Opfersinn gleich Naivität und Unschuld – Dummheit behaupten einige. Oder ist er einfach nur ein Mann wie alle anderen, der letztendlich, abseits von Glanz und Gloria, in den Armen einer Frau zu sich selbst findet?

Erleben Sie diese theatrale Auseinandersetzung mit einer der komplexesten Figuren der dramatischen Literatur als One-Man-Show im Kraftzentrum des Theaters: der Unterbühne.

Es spielt Stefan Stern
Regie und Textfassung: Dov Eric Dorozkhin

21:00 / Kleist Forum, Unterbühne / Eintritt: 14,- € / ermäßigt 11,- € / Festival-Pass 7,- €

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07.10. |

Wir können alles werden!

Ein musikalisches Kinderprogramm über
die spannende Welt der Berufe
von und mit Florian Fleißig / Wolfgang Rieck
für Kinder von 5 – 11 Jahren

Wolfgang Rieck, Rostocker Sänger und Liedermacher – alias Florian Fleißig – entführt in die aufregende Welt der Berufe. Allerlei seriöse und kuriose Betätigungen begegnen dem jungen Publikum, Berufe, die uns in der Kindheit schon immer fasziniert haben: Schornsteinfeger, Feuerwehrmann, Kapitän, Zauberer, Bibliothekar, Clown.

Begleitet wird er in diesem Programm von Maxi und Max, seinen beiden jungen Freunden aus Rostock, die natürlich später einmal etwas ganz Besonderes werden wollen…! Und ein gewohnt vielfarbiges Instrumentarium von Gitarre, Banjo, Ukulele über Ziehharmonika, Lotusflöte, Mundharmonika bis hin zum Flügelhorn, Taschen-Trompete und Tenorhorn unterstützt ihn. Bei so viel Musik darf natürlich auch fröhlich mitgesungen werden!

Anmeldung: handke@kleist-museum.de oder 0335. 38 72 21-12

09:30 / 11:00 / Kleist-Museum / Eintritt: 1,- € für Schülerinnen und Schüler / 3,- € für Erwachsene

07.10. |

HELDEN WIE WIR
gehorsam — ungehorsam

Lesung
mit dem Theater(jugend)club des Kleist Forums
und einem Experten des Alltags
Theater Extra+ für Kinder und Jugendliche

Mit HELDEN WIE WIR gehorsam – ungehorsam eröffnen wir zu den diesjährigen Kleist-Festtagen die Theater Extra + Vorlesereihe HELDENTATEN, die Kindern und Jugendliche über die gesamte Spielzeit 2015/16 ausgewählte Stücke vorstellt, die die Verschiedenartigkeit von Lebenswirklichkeiten potenzieller HeldInnen in der Zeitspanne von 1945 bis heute aufgreifen. Zusammen mit unserem Partner, der Stadt- und Regionalbibliothek, finden die Heldentaten im Haus 2 (Kinderbibliothek) statt. Für die Jüngeren lesen Helden des Kinderhorts der Coolen Kiste, für die Älteren die Helden des Theater(jugend)clubs des Kleist Forums. Das Nachgespräch führt unser Experte des Alltags.

13:00 / Stadt- und Regionalbibliothek, Haus 2 / Eintritt frei

07.10. |

Kleist-Förderpreis für junge
Dramatikerinnen und Dramatiker

Preisverleihung an Lukas Linder

Zum 20. Mal wird der international anerkannte und renommierte Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker gemeinsam durch die Kleiststadt Frankfurt (Oder), die Dramaturgische Gesellschaft Berlin, die Ruhrfestspiele Recklinghausen und die Messe und Veranstaltungs GmbH verliehen.

Der mit 7.500 € dotierte Preis geht 2015 an Lukas Linder für sein Stück Der Mann aus Oklahoma, das im Anschluss an die Preisverleihung in der Uraufführungsinszenierung vom Schauspiel Leipzig im Kleist Forum zu sehen sein wird.

Lukas Linder wurde 1984 in Uhwiesen in der Schweiz geboren. Er studierte Germanistik und Philosophie an der Universität Basel und realisierte verschiedene Theaterprojekte in der Freien Szene.

2009 erhielt er Jury- und Publikumspreis des Autorenlabors am Schauspielhaus Düsseldorf für das im Rahmen des Labors entstandene Stück Die Trägheit. 2010 wurde sein Stück Ich war nie da bei den Werkstatttagen stück für stück am Wiener Schauspielhaus ausgezeichnet. Weitere Stücke sind Der Mann in der Badewanne, Das traurige Schicksal des Karl Klotz, Es wird sicherlich bald sehr still sein in mir, Die zweieinhalb Leben des Heinrich Walter Nichts.

In der Jury-Begründung zum Gewinnerstück heißt es: Lukas Linders virtuoses Stück Der Mann aus Oklahoma ist weit mehr als eine klassische Vater-Sohn-Erzählung. In seinem Theatertext findet der Autor sowohl in der Figurenkonstellation wie auch sprachlich eine außergewöhnliche Form, die es ermöglicht, die Suche eines Jungen nach dem verschwundenen Vater in einer überzeichneten, witzigen Groteske zu erzählen und gleichzeitig die Sehnsüchte und Nöte des Kindes ernst nimmt. In atemberaubendem Tempo beschreibt Lukas Linder, teilweise mit comichaften Motiven aus amerikanischen Kriminalromanen, Familienklischees, Idole und große Themen wie Selbstfindung und Orientierung. Ihm gelingt der Spagat zwischen aberwitziger Groteske, emotionaler Tiefe und gesellschaftlicher Relevanz.

Die Laudatio hält der Dramatiker Philipp Löhle.

18:00 / Kleist Forum, Foyer / Eintritt frei

07.10. |

Der Mann aus Oklahoma

Schauspiel, Uraufführung
von Lukas Linder
Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen
und Dramatiker
Eine Koproduktion von Schauspiel Leipzig
und den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Fred ist Privatdetektiv. Lässig tritt er im Trenchcoat auf, die Frauen fliegen auf ihn. Fred steht sie gut, die Rolle des melancholischen Hollywoodhelden. Doch wenn seine Fälle gelöst sind, muss er sich durch eine Welt manövrieren, in der jeder zuvorderst an der eigenen Rolle und an sich selbst leidet: Seine Mutter sucht nach dem Verschwinden seines Vaters schnellen und bequemen Ersatz – so landet Ehrlicher, ihr Konditionstrainer, als lächerlicher Vaterbehelf und Hausaufgabenhilfe in Freds Kinderzimmer. In der Schule ist jeder Mike angesagter als er und nach den geheimen Schulhofgesetzen können die Geilen nicht mit den Niedlichen und erst recht nicht mit den Hässlichen gehen. Doch Fred schlägt sich durch, er baut sich seine eigene Realität. Eine Realität, in der ihn die Spur einer Schale Erdbeeren zu seinem Vater führen wird – oder doch nur zu einem Bild davon. Lukas Linder erzählt in seinem Drama die wirre, aber nie aussichtslose Suche eines Jungen nach Identifikation. Er skizziert dabei vor allem das Nicht-Angebot an Orientierungsmöglichkeiten, denen aber die vielfältigen Sehnsüchte und ein befriedigendes Maß an Ungehorsam gegenüberstehen.

Es spielen Anne Cathrin Buhtz, Jonas Fürstenau, Florian Steffens, Hartmut Neuber, Felix Axel Preißler, Annett Sawallisch und Runa Pernoda Schaefer
Regie: Marc Lunghuß
Bühne und Kostüme: Tobias Schunck
Musik: Simon Bodensieck
Dramaturgie: Christin Ihle

19:30 / Kleist Forum, Hinterbühne / Eintritt: 19,- € / ermäßigt 17,- € / Festival-Pass 9,50 € / Familienkarte 25,- €

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08.10. |

Private Peaceful

Schauspiel
Deutschsprachige Erstaufführung
von Michael Morpurgo und Simon Reade
Bearbeitet von Martin Dueller, Astrid Noventa,
Andreas Spechtl und Robert Stadlober
Eine Produktion der Hamburger Kammerspiele

Ein Schützengraben im Regen, kurz vor dem Sturm. Eine Scheune in den frühen Morgenstunden, ein wartendes Erschießungskommando. Ein sinnloser Befehl, einmal verweigert. Eine Entscheidung für etwas, jemanden, die gleichzeitig zur Entscheidung gegen etwas, das eigene Überleben, wird.
Das Stück erzählt die Geschichte von Tommo Peaceful. Er ist ein junger Soldat, der, als sein Bruder sterbend neben ihm liegt, den selbstmörderischen Sturmbefehl seines Vorgesetzten verweigert und daraufhin standrechtlich zum Tode durch Erschießen verurteilt wird.

Was macht der Krieg mit uns? Und was macht er mit jenen, die unmittelbar beteiligt sind? Denjenigen, die, unter welchen Umständen auch immer, KämpferInnen, SoldatInnen wurden? Was bedeutet es, Befehle auszuführen, wider besseres Wissen und Gewissen? Und was heißt es, den Befehl zu verweigern?
Diesen Fragen wird das künstlerische Team um Robert Stadlober nachgehen. Durch authentische Kriegsberichte von KämpferInnen und SoldatInnen und im ständigen Dialog zwischen dem Schauspieler Robert Stadlober und der live gespielten Musik von Andreas Spechtl entsteht eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Thema Gehorsam.

Es spielen Robert Stadlober und Andreas Spechtl
Inszenierung: Martin Dueller, Astrid Noventa, Andreas Spechtl und Robert Stadlober
Musik: Andreas Spechtl

19:30 / Kleist Forum, Großes Haus / Eintritt: 19,- € / ermäßigt 17,- € / Festivalpass 9,50 € / Familienkarte 25,- €

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Pressestimmen zur Uraufführung in Hamburg »

08.10. |

kleist. digital

Re-Launch-Party mit Pressegespräch zur Kooperation von Kleist-Museum und kleist.digital

Wie oft taucht das Wort Gehorsam im Käthchen auf? Was schrieb Heinrich von Kleist an seine Vertraute Marie von Kleist? Welches Paar trifft aufeinander in der Verlobung von St. Domingo?

Diese und viele weitere, tiefergehende Fragen beantwortet die erste textkritische digitale Kleist-Edition kleist.digital. Seit 2008 hat Günter Dunz-Wolff in eigener Initiative diese Edition vorbereitet, die seit 2014 Schritt für Schritt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Derzeit ist etwa die Hälfte des Kleist‘schen Werkes zugänglich, und nur ein Verdienst dieser Edition ist, dass sie die Fehler der sehr guten, wegen zahlreicher Unkorrektheiten aber auch umstrittenen Münchner Ausgabe berichtigt.
Mit der Freischaltung zu den Kleist-Festtagen ist kleist.digital nun auch über die Website des Kleist-Museums erreichbar.

www.kleist-digital.de
www.kleist-museum.de/kleist.digital/
www.heinrich-von-kleist.org/kleist.digital/

11:00 / Kleist-Museum

09.10. |

Vor und hinter dem Vorhang.
Kleists Texte und das Theater

5. Wissenschaftliches Kolloquium
für NachwuchswissenschaftlerInnen
Im Mittelpunkt der Diskussion stehen Kleists Werke als Theatertexte und ihre deutschsprachigen Bühneninszenierungen.

Seit über 200 Jahren sind Kleists Werke auf der Bühne präsent, doch vor allem seit den letzten dreißig Jahren ist Kleist einer der meistgespielten Autoren. Was machte welche Werke Kleists wann und unter welchen Bedingungen für welche Theater attraktiv? Welche Inszenierungen entstanden wann und in welchen Abhängigkeiten auf Grundlage welcher Texte bzw. Textinterpretationen?

Das Kolloquium diskutiert sowohl Fragen zur Dramentheorie als auch zur Inszenierungsgeschichte. Inwiefern unterscheiden sich Kleists Dramen untereinander und von anderen zeitgenössischen hinsichtlich ihrer Theaterbezogenheit? Welche Rolle spielen Szenenanweisungen? Angesichts der Bühnenpräsenz Kleists im 20./21. Jahrhundert stellt sich die Frage nach der Anziehungskraft seiner Werke für gegenwärtige Theaterkonzepte.

Im Fokus der Untersuchungen stehen sowohl Strichfassungen, Programmhefte und Bühnenbilder als auch Beobachtungen, Szenenfotos und Theaterkritiken. Wie verhält sich der Metatext Inszenierung zum Dramenmanuskript: Werktreue versus Umstellungen bis hin zur bloßen Materialverwertung; Kostüme und Bühnenbilder in Anlehnung an eine bestimmte Zeit bis hin zur freien Assoziation.

Tagungsleitung: Barbara Gribnitz

10:00 / Kleist-Museum / Eintritt frei

09.10. |

ge | hor | sam | st KLEIST

Präsentation der Ergebnisse des museumspädagogischen Workshops

Gemeinsam mit Brandenburger Schülerinnen und Schülern erarbeitet die Museumspädagogin Christina Dalchau während der Kleist-Festtage 2015 eine Text-Bild-Spielcollage zum Thema Gehorsam bei Kleist und im Prinz von Homburg.

Der Workshop findet in einer geschlossenen Gruppe vom 6. bis 8. Oktober jeweils von 8 bis 11.30 Uhr statt.

Zur Präsentation im neuen Veranstaltungsraum des Kleist-Museums sind Schulklassen ebenso wie einzelne Gäste herzlich willkommen, eine Anmeldung ist erforderlich!

Anmeldung: dalchau@kleist-museum.de

11:00 / Kleist-Museum / Eintritt: 1,- € für Schülerinnen und Schüler / 3,- € für Erwachsene

09.10. |

Gehorsam / Mut / Verantwortung

Polit-Talk mit den Frankfurter Bundestagsabgeordneten

Geschlossenheit gilt als das höchste Gut von Parteien und Fraktionen. Die Bevölkerung schätzt Geschlossenheit. Diskussionen oder gar Streit innerhalb von Parteien oder Koalitionen werden dagegen bei Umfragen und Wahlen abgestraft. Aber Rebellen schätzt die Öffentlichkeit auch. Was ist also das richtige Maß an Gehorsam in der Politik? Gehört zum Widerspruch Mut? Und wo verläuft die Grenze zwischen Mut und Gehorsam, um echte Verantwortung in der Politik zu übernehmen.

Diese Fragen diskutieren die Frankfurter Bundestagsabgeordneten Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Thomas Nord (Die Linke) und Martin Patzelt (CDU). Moderiert wird das Gespräch von Andreas Oppermann (rbb).

17:00 / Kleist Forum, Foyer / Eintritt frei

09.10. |

(DIS-)ORDER —
Theatermanöver an der Oder / Manewry teatralne na Odrze

Workshopräsentation des Talente-Campus unter der Leitung von Natalie Wasserman, Sylvia Tazberik und Royston Maldoom

Kleists Prinz Friedrich von Homburg bietet den Zündstoff, der auch junge Künstlerinnen und Künstler von beiden Seiten der Oder in die Schlacht ziehen lässt. Bewaffnet mit Community Dance und Boals Theater der Befreiung sorgen sie dafür, dass die Bühne ihren Helden mutig die Stirn bietet.

Junge Kulturvermittler aus Deutschland und Polen haben sich während der Kleist-Festtage mit Kleists Drama Prinz Friedrich von Homburg auseinandergesetzt und gefragt, wie es Künstler eigentlich mit dem Gehorsam halten.

Informationen zur Anmeldung www.kleistfesttage.de

19:00 / Kleist Forum / Eintritt frei

Prezentacja podsumowująca „Talent-Campus“ pod kierunkiem Natalie Wasserman, Sylvii Tazberik i Royston Maldoom

Młodzi promotorzy kultury z Niemiec i Polski zajęli się w czasie Dni Kleista utworem dramatycznym genialnego autora pt. „Książę Homburg“ stawiając sobie jednocześnie pytanie o to, jaki jest współcześnie stosunek twórców do bycia posłusznym.

więcej informacji i zgłoszenie udziału na www.kleistfesttage.de

godzina 19:00 / Kleist Forum / wstęp wolny

09.10. |

Kleist: UNGEHEUER GEHORSAM?!

Friedo Solter zu Gast im Kleist-Museum

Der Name Friedo Solter ist untrennbar mit dem Deutschen Theater verbunden. 1959 holte der damalige Intendant, Wolfgang Langhoff, Solter vom traditionsreichen Theater Meiningen an die bedeutendste Schauspielbühne der DDR. Hier war der Schauspieler u. a. als Wilhelm Tell zu sehen und als Just in Minna von Barnhelm, als König Claudius im Hamlet und als Hofrat Podkelessin in Gogols Heirat. Seit den 60er Jahren arbeitete Solter, der schon als Schauspielschüler bei Brecht am Berliner Ensemble hospitierte, auch regelmäßig als Regisseur und schuf Klassikerinszenierungen von Rang; u. a. sein Nathan sorgte 1966 für Aufsehen, die Wiederaufnahme von 1987 stand am 9. November 1989 auf dem Spielplan des Deutschen Theaters, am Abend, als die Mauer fiel.

1983 wurde Friedo Solter unter dem Intendanten Dieter Mann Oberspielleiter am DT.

Solter hat Kleist gespielt und inszeniert, 1989 war er der Kurfürst in dem Fernsehfilm Der Prinz von Homburg von Fritz Bornemann. Mit eben diesem Regisseur drehte Solter 1987 Dantons Tod und erhielt für die Titelrolle den Internationalen Fernsehpreis. Und manch einer kennt ihn auch noch aus der bezaubernden Märchenverfilmung Sechse kommen durch die ganze Welt von Rainer Simon.

Im Kleist-Museum erzählt Friedo Solter von seiner Theaterarbeit und seinen Filmen, über Kleist und Kultur, Politik und (Un-)Gehorsam.

19:00 / Kleist-Museum / Eintritt: 10,- € / ermäßigt 8,- € / Festival-Pass 5,- €

09.10. |

AUSGEDIENT / DEFUNCT / WYSŁUŻENI *

Dokumentarfilm
mit anschließendem Publikumsgespräch
(D 2014, 80 min)
In deutscher Sprache mit englischen Untertiteln
W je¸zyku niemieckim z angielskimi napisami
Buch und Regie: Michael Richter
Kamera: Uli Fischer, Jens Gebhard
Ton: Arndt Henning, Schnitt: Silke Olthoff
Redaktion: Jutta Krug (WDR), Barbara Denz (NDR),
gefördert von der Filmförderung Hamburg
Schleswig-Holstein.
Eine Produktion von HANFGARN & UFER Nord

Michael Richters Dokumentarfilm Ausgedient zeigt Soldaten, die aus Afghanistan kommen und solche, die dort hinfahren werden. Während die traumatisierten Protagonisten vom Horror ihrer Einsätze bis in ihren Alltag in Deutschland verfolgt werden, ist Afghanistan für die Soldaten, die ausgebildet werden, vorerst nicht mehr als ein potemkinsches Dorf auf einem Truppenübungsplatz.

Dieser Dokumentarfilm zeigt auf sehr eindrückliche Weise die Schattenseiten und Folgen eines militärischen Gehorsams und wie die Bundeswehr damit umgeht.

Im Anschluss an den Film gibt es bei einem Publikumsgespräch die Gelegenheit, den Regisseur und Beteiligte der Produktion kennen zu lernen.

21:00 / Kleist Forum, Studiobühne / Eintritt: 5,- € / Festival-Pass 2,50 € / Familienkarte 7,- €

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Film dokumentalny w języku niemieckim z napisami po angielsku.
Po projekcji filmu dyskusja z udziałem publiczności.
(Niemcy, 2014, 80 minut) scenariusz i reżyseria: Michael Richter
Wyróżniony film „Wysłużeni“ przedstawia losy żołnierzy, którzy wracają z misji z Afganistanu oraz tych, którzy dopiero tam pojadą.

piątek / dnia 09.10. / godzina 21.00

10.10.|

Gehorsam. die Bustour *

Künstlerisch-wissenschaftliche Expedition durch Ostbrandenburg

Die Brandenburger kennen die Hinterlassenschaften von Militär, Krieg und Gewalt in der Region an der Oder. Bis heute finden anonyme Beisetzungen auf Soldatenfriedhöfen statt, und in der Landschaft finden sich Ruinen von Bunkern und Befehlsständen. Auf dieser Bustour geht es aber um mehr: Wir machen uns auf die Suche nach Zeugnissen von Gehorsam und Widerstand im militärischen und feudalen Erbe der Region. Eingeladen auf die Spurensuche sind die Gäste der Kleist-Festtage sowie KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen, die an ausgewählten Stationen auf der – streng geheimen – Busroute ihre Kreativität und Erkenntnisse in Beziehung zu den Orten setzen.

Für eine warme Mahlzeit und Getränke ist gesorgt.

Ab 9:30 Uhr lädt das Kleist-Museum alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Kennenlernen bei einer Tasse Kaffee im Foyer ein.

Der Bus ist pünktlich zurück zum Abendprogramm im Kleist Forum.

Mit Beata Absalon, Roman Hagenbrock, Sebastion Köthe, Klaus Vetter und anderen

Buchbar bis Freitag, 9. Oktober, 14:00

Abfahrt 10:30 / Kleist-Museum
Rückkehr 17:30 / Kleist Forum
Preis mit Verpflegung 30,- € / Festival-Pass 15,- €
Abonnenten erhalten Eintrittskarten für Die Marquise von O. für 5,- €.

Posłuszeństwo. Wycieczka autokarowa.
Ekspedycja artystyczno- naukowa przez Brandenburgię i Polskę.
Śladami posłuszeństwa i oporu wzdłuż militarno-feudalnej spuścizny naszego regionu.

Rejestracja w Muzeum Kleista od godziny 9.30, cena z wyżywieniem 30,00 euro.

sobota / dnia 10.10. / od 10.30 do 17.30

10.10. |

Die Marquise von O.



Schauspiel
nach der Novelle von Heinrich von Kleist
Bearbeitet von Armin Petras
Eine Produktion des Schauspiel Stuttgart

Kleists Marquise von O. berichtet von einem Skandal: In einer Zeitungsannonce erklärt die junge Witwe Julietta von O, dass sie ohne ihr Wissen in andere Umstände gekommen sei. Der unbekannte Vater des erwarteten Kindes wird gebeten, sich zu melden. Sie wolle ihn aus Rücksicht auf die Familie heiraten, auch wenn diese sie wegen des vermeintlichen Fehltritts verstoßen hat. In dem Bewusstsein ihrer völligen Unschuld zieht sich Julietta von der Gesellschaft und deren Konventionen zurück, entwickelt eigene Werte und ein unangepasstes Selbstbewusstsein. Als der ihr bekannte Graf F, der sie während der Besatzungszeit vor dem sexuellen Übergriff durch feindliche Soldaten bewahrte, sich zu seiner Vaterschaft bekennt, heiratet sie ihn. Aber seine Gewalttat, ihr angetan in einem Ohnmachtsanfall, verzeiht sie ihm erst sehr viel später.

Es spielen Fritzi Haberlandt, Max Simonischek, Cristin König, Katharina Knap, Hans Löw
Regie: Armin Petras
Bühne: Annette Riedel
Kostüme: Aino Laberenz
Musik: Johannes Hofmann
Licht: Gregor Roth
Dramaturgie: Carmen Wolfram

19:30 / Kleist Forum, Großes Haus / Eintritt: 19,- € / ermäßigt 17,- € / Festival-Pass 9,50 € / Familienkarte 25,- €

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11.10.|

Prinz Friedrich von Homburg

Filmfrühstück
Schauspiel von Heinrich von Kleist in einer Inszenierung des Fernsehens der DDR, 1989

Das traditionelle Filmfrühstück im Kleist-Museum wird zu den diesjährigen Kleist-Festtagen etwas später als üblich eingenommen: Nachdem wir um 13 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die aktuelle Wechselausstellung Euer Kleist! Spielt ihr ihn? eingeladen haben, bieten wir um 14 Uhr Gelegenheit zum Wiedersehen bedeutender Theaterschauspielerinnen und -schauspieler. Fritz Bornemannn inszenierte für das Fernsehen der DDR Prinz Friedrich von Homburg, am 24.3.1989 wurde Kleists Drama ausgestrahlt.

Die Titelrolle spielt Ulrich Mühe, als Kurfürst ist Friedo Solter zu sehen, die Kurfürstin spielt Christine Schorn, Martin Trettau ist Obrist Kottwitz, Nadja Engel ist Natalie, Detlef Gieß spielt die Rolle des Graf Hohenzollern, Arno Wyzniewski den Feldmarschall Dörfling und Gunter Schoß ist Rittmeister von der Golz. Die Kamera führte Wolfram Beyer, mit dem Bornemann bei weiteren Literaturverfilmungen zusammenarbeitete, ebenso wie mit Bernd Wefelmeyer, der die Musik zum Film komponierte und mit Gudrun Müller, die für die Ausstattung verantwortlich war. Gemeinsam realisierten sie u. a. den preisgekrönten Fernsehfilm Passage nach dem Schauspiel von Christoph Hein (Erstausstrahlung 23.11.1988) und weitere Filme nach Vorlagen von Hein, Seghers, Borchert und Václav Havel. Die Übertragung theatraler Mittel in das Medium Fernsehen in dieser Inszenierung ist absolut sehenswert und das ausgezeichnete Schauspielensemble überzeugt im Ganzen ebenso wie Ulrich Mühe in der Titelrolle.

14:00 / Kleist-Museum / Eintritt: 8,- € / ermäßigt 6,- € / Festival-Pass 4,- €

11.10.|

Zu guter Letzt … / I na sam koniec …
17 Hippies *

Abschlusskonzert

Seit dem Film Halbe Treppe nicht nur in Frankfurt bekannt wie bunte Hunde: Die 17 Hippies sind eine der innovativsten Bands, die es derzeit in Deutschland gibt. Genrebezeichnungen wie Weltmusik reichen nicht aus, um zu beschreiben, wie die vielköpfige Band ihre musikalischen Stärken und ihre Experimentierfreudigkeit in den letzten Jahren zu Höchstform gebracht hat.

Apropos Musikeranzahl: Zählen ist zwecklos! 17 klingt einfach gut und der Bandname bedeutet nicht unbedingt das, was einem als erstes in den Sinn kommt …

Seit ihrem 20-jährigen Bestehen haben sie 13 Alben veröffentlicht. Gleichzeitig touren sie seit Jahren mit 12 Musikern weltweit und haben mittlerweile in über 20 Ländern Konzerte gegeben.

Anfangs noch von eingängigen Melodien und Grooves traditioneller Musik geprägt, entwickelten sie schnell ihren eigenen Stil, der wesentlich von den einzelnen Musikern und ihrem akustischen Instrumentarium bestimmt wurde. Balkanrhythmen haben dem angloamerikanischen Rock/Pop/Jazz-Background der Mitglieder neue Impulse gegeben und die Musik der 17 Hippies zu einem unverwechselbaren Sound verdichtet. Feiern Sie mit uns die Rückkehr dieser fantastischen Band und erleben Sie in einem großen Konzert das Beste, was die 17 Hippies zu bieten haben. Mit Sicherheit wird es die eine oder andere gehörig ungehörige Überraschung geben.

17:00 / Kleist Forum, Großes Haus / Eintritt: 17,- € / ermäßigt 15,- € / Festival-Pass 8,50 € / Familienkarte 18,- €

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Koncert
Zapraszamy na wielki powrót wspaniałej grupy i równie niesamowity koncert, w czasie którego „17 Hippies” pokażą, co potrafią.

niedziela / dnia 11.10. / godzina 17.00
Kleist Forum / bilety: 17,00 euro/ 15,00 euro / cena w ramach Dni Kleista 8,50 euro/ bilet rodzinny 18,00 euro

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Veranstalter
Messe und Veranstaltungs GmbH - Partner der Kleist Festtage 2011 Kleist-Museum - Partner der Kleist Festtage 2011
Medienpartner
antenne brandenburg - Partner der Kleist Festtage 2011 radioeins - Partner der Kleist Festtage 2010 Märkische Oderzeitung - Partner der Kleist Festtage 2011
Partner & Förderer
Frankfurt (Oder) Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) BMW Autohaus Bothe Brauhaus Frankfurt (Oder)