VERLEIHUNG DES KLEIST-FÖRDERPREISES FÜR JUNGE DRAMATIKERINNEN UND DRAMATIKER 2021

Wann:
30. September 2021 um 18:00
2021-09-30T18:00:00+02:00
2021-09-30T18:15:00+02:00
Wo:
Kleist Forum - Foyer
Platz der Einheit 1
15230 Frankfurt (Oder)
Preis:
Kostenlos
Kontakt:
Platzreservierung per E-Mail

Eröffnung durch Hannah Lotte Lund, Anette Handke, Florian Vogel Preisverleihung an Ivana Sokola Laudatio von Joshua Sobol

Jährlich wird der international anerkannte und renommierte Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker gemeinsam durch die Kleiststadt Frankfurt (Oder), die Dramaturgische Gesellschaft Berlin und das Kleist Forum Frankfurt (Oder) verliehen. Der Kleist-Förderpreis 2021 geht an Ivana Sokola für ihr Stück »Kill Baby« — eine Geschichte über die Suche dreier Frauen nach familiärer und weiblicher Identität. Im Anschluss an die Preisverleihung ist die Uraufführungsinszenierung, produziert vom Nationaltheater Mannheim in Koproduktion mit dem Kleist Forum, erstmals in Frankfurt (Oder) zu sehen.

Ivana Sokola, geboren 1995 in Hamburg, hat Deutsche Literatur und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg und der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. Seit 2018 studiert sie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Sie war eingeladen zum Festival »4 + 1 Treffen Junger Autor:innen« des Schauspiels Leipzig. Ihr Stück »Kill Baby« wurde als Werkstattinszenierung unter der Regie von Heike M. Goetze an der Volksbühne Berlin gezeigt und mit dem Sonderpreis des Deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreises ausgezeichnet. Zusammen mit Jona Spreter bildet sie das Autor:innenduo Sokola // Spreter. Gemeinsam veröffentlichten sie in den Literaturzeitschriften BELLA triste und JENNY.
Mit ihrem Stück »Tierversuch« haben sie den Publikumspreis des Hans-Gratzer-Stipendiums am Schauspielhaus Wien gewonnen.

In der Jurybegründung heißt es:
»Ivana Sokola lässt in ihrem Stück Kill Baby aus einem Mikrokosmos ein gesellschaftliches Panorama entstehen. Im Zentrum stehen drei Frauen, drei Generationen auf engstem Raum: Großmutter, Mutter und jugendliche Tochter. Gestrandet in einem Hochhaus, das selbst, ebenso abstrakt wie konkret, in diesem Stück zu Wort kommt. So poetisch und verdichtet wie Ivana Sokola mit dem Personal und der Sprache umgeht, so opulent, eindringlich und sinnlich sind die Bilder, die in ihrem Stück ent- stehen. Hier wird nichts geschönt – Kill Baby verhandelt eine Realität, in der es um weit mehr geht als um das Thema, ob die 17-jähri- ge Kitti ihr Kind abtreiben soll oder nicht. Alle drei Frauen suchen nach ihrer familiären und weiblichen Identität, sprechen über ihre Ver- letzungen und sehnen sich nach ›Liebe ohne Leiden‹, danach, sich angenommen zu fühlen. Jede für sich und alle gemeinsam.«