Programm 2021

Hier finden Sie unser diesjähriges Programm.

Sep
30
Do
2021
VERLEIHUNG DES KLEIST-FÖRDERPREISES FÜR JUNGE DRAMATIKERINNEN UND DRAMATIKER 2021 @ Kleist Forum - Foyer
Sep 30 um 18:00
VERLEIHUNG DES KLEIST-FÖRDERPREISES FÜR JUNGE DRAMATIKERINNEN UND DRAMATIKER 2021 @ Kleist Forum - Foyer

Eröffnung durch Hannah Lotte Lund, Anette Handke, Florian Vogel Preisverleihung an Ivana Sokola Laudatio von Joshua Sobol

Jährlich wird der international anerkannte und renommierte Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker gemeinsam durch die Kleiststadt Frankfurt (Oder), die Dramaturgische Gesellschaft Berlin und das Kleist Forum Frankfurt (Oder) verliehen. Der Kleist-Förderpreis 2021 geht an Ivana Sokola für ihr Stück »Kill Baby« — eine Geschichte über die Suche dreier Frauen nach familiärer und weiblicher Identität. Im Anschluss an die Preisverleihung ist die Uraufführungsinszenierung, produziert vom Nationaltheater Mannheim in Koproduktion mit dem Kleist Forum, erstmals in Frankfurt (Oder) zu sehen.

Ivana Sokola, geboren 1995 in Hamburg, hat Deutsche Literatur und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg und der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. Seit 2018 studiert sie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Sie war eingeladen zum Festival »4 + 1 Treffen Junger Autor:innen« des Schauspiels Leipzig. Ihr Stück »Kill Baby« wurde als Werkstattinszenierung unter der Regie von Heike M. Goetze an der Volksbühne Berlin gezeigt und mit dem Sonderpreis des Deutschen Kinder- und Jugendtheaterpreises ausgezeichnet. Zusammen mit Jona Spreter bildet sie das Autor:innenduo Sokola // Spreter. Gemeinsam veröffentlichten sie in den Literaturzeitschriften BELLA triste und JENNY.
Mit ihrem Stück »Tierversuch« haben sie den Publikumspreis des Hans-Gratzer-Stipendiums am Schauspielhaus Wien gewonnen.

In der Jurybegründung heißt es:
»Ivana Sokola lässt in ihrem Stück Kill Baby aus einem Mikrokosmos ein gesellschaftliches Panorama entstehen. Im Zentrum stehen drei Frauen, drei Generationen auf engstem Raum: Großmutter, Mutter und jugendliche Tochter. Gestrandet in einem Hochhaus, das selbst, ebenso abstrakt wie konkret, in diesem Stück zu Wort kommt. So poetisch und verdichtet wie Ivana Sokola mit dem Personal und der Sprache umgeht, so opulent, eindringlich und sinnlich sind die Bilder, die in ihrem Stück ent- stehen. Hier wird nichts geschönt – Kill Baby verhandelt eine Realität, in der es um weit mehr geht als um das Thema, ob die 17-jähri- ge Kitti ihr Kind abtreiben soll oder nicht. Alle drei Frauen suchen nach ihrer familiären und weiblichen Identität, sprechen über ihre Ver- letzungen und sehnen sich nach ›Liebe ohne Leiden‹, danach, sich angenommen zu fühlen. Jede für sich und alle gemeinsam.«

PREMIERE / KILL BABY @ Kleist Forum
Sep 30 um 19:30
PREMIERE / KILL BABY @ Kleist Forum

Eine Koproduktion des Kleist Forums mit dem Nationaltheater Mannheim. Gewinnerstück des Kleist-Förderpreises 2021

Drei Frauen in einem Hochhaus: Großmutter, Mutter und Tochter. Das Hochhaus zwischen heimeliger Zärtlichkeit und brutalistischer Kälte. Tochter Kitti, 17 Jahre alt, ist schwanger. Der Vater ihres Kindes lebt mit seinem Vater und Großvater ein paar Stockwerke darüber. Soll sie das Kind bekommen, auch ohne ihn? Für Großmutter Sugar und Mutter Viki ist das die drängende Frage, die beiden sind Kittis Welt, halten und verstehen sie – denken sie. Denn Kitti empfindet ihre Nähe auch als erdrückend und ihre Streitereien als ermüdend. Eigentlich zählt doch nur: Will sie das Kind überhaupt?

»Kill Baby« ist nicht nur ein Stück über den möglichen Schwangerschaftsabbruch und die weibliche Selbstbestimmung, es geht vor allem um das dichte Gewebe zwischen drei Generationen, um drei Frauen und ihre Spuren innerhalb der Kontinuitäten der Familie. Ivana Sokola schreibt in einer drastischen und poetischen Sprache und macht die über allem drohende Möglichkeit des Sprungs vom Hochhaus zur Dramaturgie ihres Stücks. Die Akte rasen aus großer Höhe auf den Boden zu — gibt es einen anderen Ausweg für Kitti?

Mit: Maria Munkert, Ragna Pitoll, Vassilissa Reznikoff Regie: Sapir Heller
Bühne/Kostüme: Ursula Gaisböck
Licht: Ronny Bergmann
Dramaturgie: Lena Wontorra
Aufführungsrechte bei Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin

Okt
1
Fr
2021
DIE VERTAUSCHTEN KÖPFE. EINE INDISCHE LEGENDE @ Kleist-Museum
Okt 1 um 19:00
DIE VERTAUSCHTEN KÖPFE. EINE INDISCHE LEGENDE @ Kleist-Museum

Barbara Schnitzler liest Thomas Mann

Es ist die längste Erzählung von Thomas Mann! Erstmals erschien sie 1940 in Stockholm. Der Schriftsteller lebte zu der Zeit längst im Exil, schon 1933 hatte er das nationalsozialistische Deutschland verlassen und war nach fünfjährigem Aufenthalt in der Schweiz 1938 in die USA emigriert. Die Erzählung basiert auf einer »Erzählung eines Leichengespenstes«, die im 11. Jahrhundert auf Sanskrit verfasst wurde. Neben Thomas Mann hatte auch Goethe sich dieses Themas angenommen… »Die vertauschten Köpfe« ist ein ironisches Meisterwerk des Dichters voller phantastischem Humor und poetischer Übertreibung.

Barbara Schnitzler (* 1953) ist eine viel- und gerngesehene Schauspielerin, die von 1977 bis 2018 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin war. Sie arbeitete u.a. mit Friedo Solter, Johanna Schall, Thomas Langhoff, Robert Wilson, Wolfgang Engel, Dieter Mann, Michael Thalheimer, Jürgen Gosch, Andreas Kriegenburg und Stephan Kimmig. Daneben war und ist sie in zahlreichen Film und Fernsehproduktionen präsent, u.a. spielte sie die — fiktive — Mutter von Henriette Vogel in dem Kleist-Film »Amour fou« von Jessica Hausner.

Okt
2
Sa
2021
BYE-BYE BÜHNE @ Kleist Forum · Studiobühne
Okt 2 um 14:00
BYE-BYE BÜHNE @ Kleist Forum · Studiobühne

Ein immersives 360°-Virtual-Reality-Projekt für Pandemiezeiten

»Werd‘ ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! du bist so schön!« Unter diesem Goethe-Zitat steht das ungewöhnliche Projekt von Schauspielerin Judith Rosmair und Documenta-Künstler Theo Eshetu. Das immersive Performance-Projekt spielt in einem geschlossenen Theater während eines Pandemie-Lockdowns. Das Publikum bewegt sich mit Virtual-Reality-Brillen durch den imaginären Theaterraum und kann dem Geschehen in 360° um sich herum folgen. Die Virtual-Reality bietet den Betrachtenden die einzigartige Erfahrung, sich physisch präsent und als Teil der Szene zu fühlen. Zugleich begegnet das Publikum einer Schauspielerin, die sich verzweifelt nach ihnen sehnt und fragt, ob das Theater eine vergangene, eine verlorene Kulturpraxis ist? Daraus entsteht eine luzide Performance über das Live-Moment der darstellenden Kunst. »Bye Bye Bühne« bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Virtualität, Live-Performance und Wirklichkeit und stellt die Wahrnehmung der Zuschauer:innen auf die unmittelbare Probe. Was ist noch Schein und wo beginnt das Sein?

Mit: Judith Rosmair / Fausts Stimme: Wolfram Koch
Konzept, Text & Regie: Judith Rosmair
VR-Produktion & Regie: Theo Eshetu
Kamera & Schnitt: Samuele Malfatti
Tonmischung: Fabian Kühlein / Ton: Ben Brix
Produktion: Judith Rosmair und Theo Eshetu
Koproduktion: Kunstfest Weimar
Förderung: Thüringer Staatskanzlei – Medienwirtschaft und Medienstandort, Kulturakademie Tarabya – Goethe Institut e.V., Rusch-Stiftung
Mit besonderem Dank an Peter Jordan

BYE-BYE BÜHNE @ Kleist Forum · Studiobühne
Okt 2 um 16:00
BYE-BYE BÜHNE @ Kleist Forum · Studiobühne

Ein immersives 360°-Virtual-Reality-Projekt für Pandemiezeiten

»Werd‘ ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! du bist so schön!« Unter diesem Goethe-Zitat steht das ungewöhnliche Projekt von Schauspielerin Judith Rosmair und Documenta-Künstler Theo Eshetu. Das immersive Performance-Projekt spielt in einem geschlossenen Theater während eines Pandemie-Lockdowns. Das Publikum bewegt sich mit Virtual-Reality-Brillen durch den imaginären Theaterraum und kann dem Geschehen in 360° um sich herum folgen. Die Virtual-Reality bietet den Betrachtenden die einzigartige Erfahrung, sich physisch präsent und als Teil der Szene zu fühlen. Zugleich begegnet das Publikum einer Schauspielerin, die sich verzweifelt nach ihnen sehnt und fragt, ob das Theater eine vergangene, eine verlorene Kulturpraxis ist? Daraus entsteht eine luzide Performance über das Live-Moment der darstellenden Kunst. »Bye Bye Bühne« bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Virtualität, Live-Performance und Wirklichkeit und stellt die Wahrnehmung der Zuschauer:innen auf die unmittelbare Probe. Was ist noch Schein und wo beginnt das Sein?

Mit: Judith Rosmair / Fausts Stimme: Wolfram Koch
Konzept, Text & Regie: Judith Rosmair
VR-Produktion & Regie: Theo Eshetu
Kamera & Schnitt: Samuele Malfatti
Tonmischung: Fabian Kühlein / Ton: Ben Brix
Produktion: Judith Rosmair und Theo Eshetu
Koproduktion: Kunstfest Weimar
Förderung: Thüringer Staatskanzlei – Medienwirtschaft und Medienstandort, Kulturakademie Tarabya – Goethe Institut e.V., Rusch-Stiftung
Mit besonderem Dank an Peter Jordan

BYE-BYE BÜHNE @ Kleist Forum · Studiobühne
Okt 2 um 18:00
BYE-BYE BÜHNE @ Kleist Forum · Studiobühne

Ein immersives 360°-Virtual-Reality-Projekt für Pandemiezeiten

»Werd‘ ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! du bist so schön!« Unter diesem Goethe-Zitat steht das ungewöhnliche Projekt von Schauspielerin Judith Rosmair und Documenta-Künstler Theo Eshetu. Das immersive Performance-Projekt spielt in einem geschlossenen Theater während eines Pandemie-Lockdowns. Das Publikum bewegt sich mit Virtual-Reality-Brillen durch den imaginären Theaterraum und kann dem Geschehen in 360° um sich herum folgen. Die Virtual-Reality bietet den Betrachtenden die einzigartige Erfahrung, sich physisch präsent und als Teil der Szene zu fühlen. Zugleich begegnet das Publikum einer Schauspielerin, die sich verzweifelt nach ihnen sehnt und fragt, ob das Theater eine vergangene, eine verlorene Kulturpraxis ist? Daraus entsteht eine luzide Performance über das Live-Moment der darstellenden Kunst. »Bye Bye Bühne« bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Virtualität, Live-Performance und Wirklichkeit und stellt die Wahrnehmung der Zuschauer:innen auf die unmittelbare Probe. Was ist noch Schein und wo beginnt das Sein?

Mit: Judith Rosmair / Fausts Stimme: Wolfram Koch
Konzept, Text & Regie: Judith Rosmair
VR-Produktion & Regie: Theo Eshetu
Kamera & Schnitt: Samuele Malfatti
Tonmischung: Fabian Kühlein / Ton: Ben Brix
Produktion: Judith Rosmair und Theo Eshetu
Koproduktion: Kunstfest Weimar
Förderung: Thüringer Staatskanzlei – Medienwirtschaft und Medienstandort, Kulturakademie Tarabya – Goethe Institut e.V., Rusch-Stiftung
Mit besonderem Dank an Peter Jordan

DAZWISCHENLAND @ Brückenplatz/Plac Mostowy
Okt 2 um 18:00
DAZWISCHENLAND @ Brückenplatz/Plac Mostowy

Interdisziplinäre Theater-Installation
Eine Kooperation des Kleist Forums mit dem Verein Słubfurt e.V.

Die Stadt Słubfurt im Jahre 2030: Durch das Zusammenleben seiner Einwohner:innen haben sich aus verschiedenen kulturellen Hintergründen und Verhaltensmustern, die die Neubürger:innen im Laufe der Jahre mitgebracht haben, völlig neue Codes des Zusammenlebens entwickelt…

Mit: Aimun Abdalla, Richard Engbers, Wojciech Gawor, Dorothee Epse Jung, Kaya Jung, Elena Krüger, Bahareh Heshmati-Lüderitz, Heiderose Päch, Fatemeh Zeinali u.a.
Idee und Konzept: Michael Kurzwelly und Thomas Roth Leitung: Bijou Camara Diaka (Tanz), Matthias Hille (Theater-Regie), Michael Kurzwelly (Installation/Konzept), Jan Poppenhagen (Foto/Video), Thomas Roth (Theater-Regie), Wolfram Spyra (Klang/Musik), Roksana Vikaluk (Gesang)
Förderung: Fonds Soziokultur, Stadt Frankfurt (Oder)

 

GOTT VATER EINZELTÄTER — OPERATION KLEIST @ Kleist-Museum
Okt 2 um 19:00
GOTT VATER EINZELTÄTER — OPERATION KLEIST @ Kleist-Museum

Szenische Lesung und Gespräch mit der Regisseurin Sapir Heller
Mit polnischer Simultanübersetzung

Was kommt zum Vorschein, wenn Heinrich von Kleists Figuren wie Achilles, Michael Kohlhaas und Gustav beginnen, über Macht und Gewalt zu reflektieren? In seinem Auftragswerk für das Nationaltheater Mannheim setzt sich der Autor Necati Öziri mit den Männerbildern in den Werken Heinrich von Kleists auseinander. Dabei versetzt er die Figuren in die Rahmenhandlung der Erzählung »Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik« und lässt sie selbst über die Beweggründe ihrer Gewaltakte zu Wort kommen. Für das Kleist-Museum inszeniert die Regisseurin Sapir Heller das Theaterstück als szenische Lesung mit Schauspieler*innen aus dem Ensemble des Nationaltheaters in Mannheim. Anschließend diskutieren Magdalena Hülscher, 360°-Agentin am Kleist-Museum, und Sapir Heller über die Darstellung patriarchalisch motivierter Gewalt und Übermacht auf Theaterbühnen.

Sapir Heller, * 1989 in Israel, dort aufgewachsen, lebt seit 2008 in München. Sie studierte Schauspiel- und Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater. Ihre Inszenierungen werden u. a. am Münchner Volkstheater, Nationaltheater Mannheim, Staatsschauspiel Dresden und Maxim Gorki Theater aufgeführt. „Gott Vater Einzeltäter – Operation Kleist“ von Necati Öziri sollte ursprünglich in der Spielzeit 2020/21 am Nationaltheater Mannheim in der Regie von Sapir Heller zur Uraufführung kommen und wird nun im Juni 2022 dort Premiere haben.

 

SUPERSPREADER @ Kleist Forum
Okt 2 um 19:30
SUPERSPREADER @ Kleist Forum

Schauspiel von Albert Ostermaier
Eine Produktion des Théâtre National du Luxembourg

Marcel ist Consultant, Unternehmensberater, Frequent Flyer, High Performer — die personifizierte Finanzindustrie. Seine zahlreichen Businesstrips haben ihn mehrfach um die ganze Welt geführt, immer unter Strom, kaum angekommen schon wieder unterwegs. Bis er plötzlich festsitzt in Wuhan. In Quarantäne. Denn ein Virus ist unterwegs, ähnlich effizient wie Marcel und ebenso anpassungs- und wandlungsfähig. Wie im Fiebertraum springt Marcel durch Zeit und Raum. Erinnerungs-Flashs an eine Kindheit voller Demütigungen wechseln sich ab mit Schilderungen finsterer Orte der Ausbeutung von Mensch und Tier. Schlachthöfe, Wildtiermärkte — überall, wo das Virus war, war auch Marcel auf seiner Reise. Oder ist es eine Flucht? Wer ist Marcel eigentlich? Patient-Null, der als Superspreader im Auftrag des Virus unterwegs ist, irgendwo zwischen Größenwahn und Gier, Rachlust und unendlicher Verlorenheit? Ein dystopischer Optimierer auf seinem apokalyptischen Ritt über die globalen Finanzmärkte?

Albert Ostermaier lässt seinen ruhelosen Protagonisten mit irrsinniger Sprachlust durch einen fulminanten Text rasen. An jedem Satzende entzündet sich ein neuer Gedanke, eine phantastische Assoziationskette infiziert die nächste: ein mitreißender Monolog voller Abgründe und hochansteckender Energie.

Mit: Peter Lohmeyer
Regie: Rafael Sanchez
Dramaturgie: Florian Hirsch

 

Okt
3
So
2021
2 X HEINRICH = ZSCHOKKE + KLEIST. DIE WIEDERERWECKUNG EINES ALLESKÖNNERS ZUM 250. GEBURTSTAG @ Kleist-Museum
Okt 3 2021 – Jan 30 2022 ganztägig
2 X HEINRICH = ZSCHOKKE + KLEIST. DIE WIEDERERWECKUNG EINES ALLESKÖNNERS ZUM 250. GEBURTSTAG @ Kleist-Museum

»Sonderausstellung in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Frankfurt (Oder) Ausstellungseröffnung 3. Oktober 2021, 11 Uhr «

Mit seiner Redewendung »Hansdampf in allen Gassen« ist er bis heute populär: Heinrich Zschokke (1771–1848), deutsch-schweizerischer Dichter, kurzzeitiger Weggefährte und Freund Heinrich von Kleists. Das Kleist-Museum nimmt Zschokkes diesjährigen 250. Geburtstag zum Anlass, Persönlichkeit und Werk neu zu entdecken. Zschokke war zu Lebzeiten eine literarische und gesellschaftliche Berühmtheit, selbst eine Art »Hansdampf«. Schon der 24-Jährige war in Deutschland ein unerhört erfolgreicher Schriftsteller und aufstrebender Universitätslehrer. Ab 1796 startete seine zweite erfolgreiche Karriere als angesehener Pädagoge, vielseitiger Wissenschaftler und agiler Politiker in der Schweiz, seiner zweiten Heimat. Heinrich Zschokke, in Magdeburg geboren, war 1790 zum Studium nach Frankfurt an der Oder gekommen. Nach der Promotion 1792 blieb er als Privatdozent an der Viadrina. Er schrieb viel und erfolgreich: Bis 1793 erschienen u. a. sein großer Erfolgsroman »Abällino« und »Ideen zur psychologischen Aesthetik«, außerdem etablierte er sich mit den Frankfurter »Ephemeriden« und dem »Litterarische[n] Pantheon« auch als Zeitschriftenherausgeber. Spätestens seit 1800 galt er weithin als Bestsellerautor und Volksschriftsteller.

Die Ausstellung zeigt Zschokkes Aufenthalt in Frankfurt während eines manchmal abenteuerlich anmutenden Lebensweges und sein ungewöhnlich vielseitiges Schreiben. Einen Schwerpunkt bildet
die Künstler-Freundschaft zu Heinrich von Kleist, von der Zschokke 1846 meinte: »Kleist war eine der schönen Erscheinungen im Leben für mich, die man ihres Selbstes willen liebt und nie zu lieben aufhört.«

Ausstellungskuratorin: Dr. Claudia Czok
Ausstellungsgestalter: Thomas Lorenz-Herting

BYE-BYE BÜHNE @ Kleist Forum · Studiobühne
Okt 3 um 14:00
BYE-BYE BÜHNE @ Kleist Forum · Studiobühne

Ein immersives 360°-Virtual-Reality-Projekt für Pandemiezeiten

»Werd‘ ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! du bist so schön!« Unter diesem Goethe-Zitat steht das ungewöhnliche Projekt von Schauspielerin Judith Rosmair und Documenta-Künstler Theo Eshetu. Das immersive Performance-Projekt spielt in einem geschlossenen Theater während eines Pandemie-Lockdowns. Das Publikum bewegt sich mit Virtual-Reality-Brillen durch den imaginären Theaterraum und kann dem Geschehen in 360° um sich herum folgen. Die Virtual-Reality bietet den Betrachtenden die einzigartige Erfahrung, sich physisch präsent und als Teil der Szene zu fühlen. Zugleich begegnet das Publikum einer Schauspielerin, die sich verzweifelt nach ihnen sehnt und fragt, ob das Theater eine vergangene, eine verlorene Kulturpraxis ist? Daraus entsteht eine luzide Performance über das Live-Moment der darstellenden Kunst. »Bye Bye Bühne« bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Virtualität, Live-Performance und Wirklichkeit und stellt die Wahrnehmung der Zuschauer:innen auf die unmittelbare Probe. Was ist noch Schein und wo beginnt das Sein?

Mit: Judith Rosmair / Fausts Stimme: Wolfram Koch
Konzept, Text & Regie: Judith Rosmair
VR-Produktion & Regie: Theo Eshetu
Kamera & Schnitt: Samuele Malfatti
Tonmischung: Fabian Kühlein / Ton: Ben Brix
Produktion: Judith Rosmair und Theo Eshetu
Koproduktion: Kunstfest Weimar
Förderung: Thüringer Staatskanzlei – Medienwirtschaft und Medienstandort, Kulturakademie Tarabya – Goethe Institut e.V., Rusch-Stiftung
Mit besonderem Dank an Peter Jordan

LIEBLINGSLEKTÜRE DER DEUTSCHEN! AUS ZSCHOKKES WERKEN UND SELBSTZEUGNISSEN @ Kleist-Museum
Okt 3 um 15:00
LIEBLINGSLEKTÜRE DER DEUTSCHEN! AUS ZSCHOKKES WERKEN UND SELBSTZEUGNISSEN @ Kleist-Museum

Schon der junge Heinrich Zschokke war als Verfasser von Essays, Romanen, Dramen sowie von wissenschaftlichen Schriften weithin angesehen und beliebt, vor allen Dingen das Trauerspiel »Abällino« machte ihn schnell berühmt. Der Dichter glaubte an die »Allmacht der Dichtkunst über das menschliche Herz« (Brief an Schiller, 1793).
Der Berliner Schauspieler Heikko Deutschmann liest aus den in Frankfurt an der Oder bis 1795 entstandenen Werken, außerdem aus der Autobiografie von 1842 und aus Briefen, in denen die Freundschaft mit Kleist zur Sprache kommt.

Heikko Deutschmann (*1962, Innsbruck) bekam nach der Schauspielausbildung an der Berliner Hochschule der Künste sein erstes Theater-Engagement unter Peter Stein an der Berliner Schaubühne. Er spielte unter Regie-Größen wie Robert Wilson, Jürgen Flimm, Ruth Berghaus, Jürgen Gosch, Werner Schroeter und Alexander Lang. Während der gleichzeitigen Film- und Fernsehkarriere war er ab 1985 an zahlreichen, unterschiedlichen Fernseh- und Kinoproduktionen beteiligt. Der vielseitige Deutschmann, der zahlreiche Hörbücher gesprochen hat, ist mittlerweile auch als Drehbuchautor, Regisseur, Autor und Produzent tätig. Ende 2021 erscheint bei mare in Hamburg, sein Buch

»I get a bird«, ein fiktiver Briefwechsel mit Anne von Canal.

BYE-BYE BÜHNE @ Kleist Forum · Studiobühne
Okt 3 um 16:00
BYE-BYE BÜHNE @ Kleist Forum · Studiobühne

Ein immersives 360°-Virtual-Reality-Projekt für Pandemiezeiten

»Werd‘ ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! du bist so schön!« Unter diesem Goethe-Zitat steht das ungewöhnliche Projekt von Schauspielerin Judith Rosmair und Documenta-Künstler Theo Eshetu. Das immersive Performance-Projekt spielt in einem geschlossenen Theater während eines Pandemie-Lockdowns. Das Publikum bewegt sich mit Virtual-Reality-Brillen durch den imaginären Theaterraum und kann dem Geschehen in 360° um sich herum folgen. Die Virtual-Reality bietet den Betrachtenden die einzigartige Erfahrung, sich physisch präsent und als Teil der Szene zu fühlen. Zugleich begegnet das Publikum einer Schauspielerin, die sich verzweifelt nach ihnen sehnt und fragt, ob das Theater eine vergangene, eine verlorene Kulturpraxis ist? Daraus entsteht eine luzide Performance über das Live-Moment der darstellenden Kunst. »Bye Bye Bühne« bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Virtualität, Live-Performance und Wirklichkeit und stellt die Wahrnehmung der Zuschauer:innen auf die unmittelbare Probe. Was ist noch Schein und wo beginnt das Sein?

Mit: Judith Rosmair / Fausts Stimme: Wolfram Koch
Konzept, Text & Regie: Judith Rosmair
VR-Produktion & Regie: Theo Eshetu
Kamera & Schnitt: Samuele Malfatti
Tonmischung: Fabian Kühlein / Ton: Ben Brix
Produktion: Judith Rosmair und Theo Eshetu
Koproduktion: Kunstfest Weimar
Förderung: Thüringer Staatskanzlei – Medienwirtschaft und Medienstandort, Kulturakademie Tarabya – Goethe Institut e.V., Rusch-Stiftung
Mit besonderem Dank an Peter Jordan

DAZWISCHENLAND @ Brückenplatz/Plac Mostowy
Okt 3 um 16:00
DAZWISCHENLAND @ Brückenplatz/Plac Mostowy

Interdisziplinäre Theater-Installation
Eine Kooperation des Kleist Forums mit dem Verein Słubfurt e.V.

Die Stadt Słubfurt im Jahre 2030: Durch das Zusammenleben seiner Einwohner:innen haben sich aus verschiedenen kulturellen Hintergründen und Verhaltensmustern, die die Neubürger:innen im Laufe der Jahre mitgebracht haben, völlig neue Codes des Zusammenlebens entwickelt…

Mit: Aimun Abdalla, Richard Engbers, Wojciech Gawor, Dorothee Epse Jung, Kaya Jung, Elena Krüger, Bahareh Heshmati-Lüderitz, Heiderose Päch, Fatemeh Zeinali u.a.
Idee und Konzept: Michael Kurzwelly und Thomas Roth Leitung: Bijou Camara Diaka (Tanz), Matthias Hille (Theater-Regie), Michael Kurzwelly (Installation/Konzept), Jan Poppenhagen (Foto/Video), Thomas Roth (Theater-Regie), Wolfram Spyra (Klang/Musik), Roksana Vikaluk (Gesang)
Förderung: Fonds Soziokultur, Stadt Frankfurt (Oder)

 

BYE-BYE BÜHNE @ Kleist Forum · Studiobühne
Okt 3 um 18:00
BYE-BYE BÜHNE @ Kleist Forum · Studiobühne

Ein immersives 360°-Virtual-Reality-Projekt für Pandemiezeiten

»Werd‘ ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! du bist so schön!« Unter diesem Goethe-Zitat steht das ungewöhnliche Projekt von Schauspielerin Judith Rosmair und Documenta-Künstler Theo Eshetu. Das immersive Performance-Projekt spielt in einem geschlossenen Theater während eines Pandemie-Lockdowns. Das Publikum bewegt sich mit Virtual-Reality-Brillen durch den imaginären Theaterraum und kann dem Geschehen in 360° um sich herum folgen. Die Virtual-Reality bietet den Betrachtenden die einzigartige Erfahrung, sich physisch präsent und als Teil der Szene zu fühlen. Zugleich begegnet das Publikum einer Schauspielerin, die sich verzweifelt nach ihnen sehnt und fragt, ob das Theater eine vergangene, eine verlorene Kulturpraxis ist? Daraus entsteht eine luzide Performance über das Live-Moment der darstellenden Kunst. »Bye Bye Bühne« bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen Virtualität, Live-Performance und Wirklichkeit und stellt die Wahrnehmung der Zuschauer:innen auf die unmittelbare Probe. Was ist noch Schein und wo beginnt das Sein?

Mit: Judith Rosmair / Fausts Stimme: Wolfram Koch
Konzept, Text & Regie: Judith Rosmair
VR-Produktion & Regie: Theo Eshetu
Kamera & Schnitt: Samuele Malfatti
Tonmischung: Fabian Kühlein / Ton: Ben Brix
Produktion: Judith Rosmair und Theo Eshetu
Koproduktion: Kunstfest Weimar
Förderung: Thüringer Staatskanzlei – Medienwirtschaft und Medienstandort, Kulturakademie Tarabya – Goethe Institut e.V., Rusch-Stiftung
Mit besonderem Dank an Peter Jordan

Okt
4
Mo
2021
HEINRICH ZSCHOKKE (1777-1848): LEBEN ZWISCHEN KUNST UND WISSENSCHAFT @ Kleist-Museum
Okt 4 um 09:15
HEINRICH ZSCHOKKE (1777-1848): LEBEN ZWISCHEN KUNST UND WISSENSCHAFT @ Kleist-Museum

Nach Grußworten von der Direktorin des Kleist-Museums Hannah Lotte Lund und von Viadrina-Präsidentin Julia von Blumenthal würdigen schweizerische und deutsche Wissenschaftler*innen Leben, Werk und Wirkung von Heinrich Zschokke als Dichter und Zeitgenosse Kleists. Die Beiträge über den aktiven Alleskönner Zschokke sind zusammengefasst unter dem Goetheschen Wort »Die Götter brauchen manchen guten Mann für ihren Dienst auf dieser weiten Erde« und kommen von Esther Berner (Hamburg), Ursula Caflisch-Schnetzler (Zürich), Anett Lütteken (Zürich), Werner Ort (Schönenwerd), Inge Stephan (Aumühle), Ernst Stöckmann (Halle) und Andrea Voellmin (Aarau). Diskutiert wird über einzelne der frühen Werke Zschokkes, die auf ihre Anregungen, Vorlagen und die Erzähltechnik oder -struktur hin untersucht werden. Gefragt wird aber auch nach Zschokkes pädagogischen Ambitionen, die mit ernsthaft-moralischer Frömmigkeit verbunden waren oder nach den Ursachen seiner großen Beliebtheit und des Vergessenwerdens.

HEINRICH ZSCHOKKE ALS GENIE DER POPULARITÄT @ Kleist-Museum
Okt 4 um 19:00
HEINRICH ZSCHOKKE ALS GENIE DER POPULARITÄT @ Kleist-Museum

Heinrich Zschokke war als Dichter zu Lebzeiten und weit bis ins 19. Jahrhundert hinein anerkannt und beliebt. Seine 1825 herausgegebenen »Ausgewählte(n) Schriften« umfassen 40 Bände. Seit 1796 in der Schweiz ansässig, entfaltete er sich außerdem als Pädagoge, Politiker und Zeitschriftenherausgeber, gilt dort als liberale Stimme der Restauration, inspiriert von hohem politisch-volksaufklärerischem Engagement. Besonders diese Tätigkeit seines damaligen Freundes bewunderte Kleist und schrieb 1801 während des schweizerischen Aufenthaltes: »Immer hoffe ich noch, Sie einmal irgendwo im Staate wieder an der Spitze zu sehen, und nirgends, dünkt mich, wären Sie mehr an Ihrer Stelle, als da.« Der Medienhistoriker Holger Böning hat 1983 Zschokkes spätaufklärerisches Wirken anhand seiner in Aarau wöchentlich erscheinenden Zeitschrift »Aufrichtiger und wohlerfahrener Schweizerbote« (1804-1836) untersucht. Bereits in Frankfurt an der Oder hatte sich Zschokke als Herausgeber der Zeitschriften »Frankfurter Ephemeriden« (1793) und »Litterarisches Pantheon« (1794) einen Namen gemacht.
Mit seiner bis heute andauernden Zschokke-Forschung hat sich Böning um dessen Andenken verdient gemacht und innerhalb des von ihm begründeten Bremischen Verlages »edition lumière«, der auf Publikationen zur europäischen Aufklärung spezialisiert ist, Zschokkes Werke neu verlegt.

Holger Böning (*1949 Delmenhorst) ist Professor für Neuere Deutsche Literatur und Geschichte der deutschen Presse an der Universität Bremen.

Okt
5
Di
2021
HEINRICH ZSCHOKKE (1777-1848): LEBEN ZWISCHEN KUNST UND WISSENSCHAFT @ Kleist-Museum
Okt 5 um 09:00 – 12:00
HEINRICH ZSCHOKKE (1777-1848): LEBEN ZWISCHEN KUNST UND WISSENSCHAFT @ Kleist-Museum

Wissenschaftliche Tagung Teil 2
Lesung und Gespräch mit Henriette Vásárhelyi und Matthias Zschokke

Die wissenschaftliche Zschokke-Tagung endet mit einem Vortrag des Zschokke-Spezialisten Werner Ort zu Zschokkes schriftstellerischen Werken und einem Podiumsgespräch über heutige kulturelle und kommunikative Sprach-Konstellationen in einer zunehmend globalisierten Gesellschaft. Zwei Schriftsteller*innen, die ihr aktuelles Werk vorstellen, sind dazu eingeladen, über das Leben in die Fremde, über das Schreiben dort, über das Verstehen und das Verstandenwerden, über Sprachheimat(en), Muttersprache und Mehrsprachigkeit zu sprechen.

Henriette Vásárhelyi (*1977, Berlin) wuchs in Mecklenburg auf und lebt im schweizerischen Seeland. Sie absolvierte das Deutsche Literaturinstitut Leipzig und studierte an der Hochschule der Künste Bern. 2012 erschien ihr vielfach ausgezeichnetes literarisches Debüt »immeer«, 2017 »Seit ich fort bin«. Matthias Zschokke (*1954, Bern) lebt seit 1979 als freischaffender Schriftsteller in Berlin. Der vielfach ausgezeichnete Autor (u.a. Robert-Walser-Preis, Eidgenössischer Literaturpreis, Gerhart-Hauptmann- Preis, Schillerpreis, Prix Femina Étranger) ist ein Urururenkel Heinrich Zschokkes.

 

EINE IDEE AUS DEM BILD GREIFEN… @ Kleist-Museum
Okt 5 um 14:00 – 18:00

Holzschnitt-Workshop mit Sabine Nier
Ein Projekt der Kulturellen Bildung

Eine Idee aus dem Bild greifen, auf die glatte Holzfläche starren und dann locker den ersten Schnitt setzen! Das kann jede Besucherin und jeder Besucher unserer Holzschnittwerkstatt – ob Enkel und Oma, Freundinnen und Freunde. Oder jede/r in sich versunken. Wir laden ein, es Kleist und seinen Dichterfreunden gleichzutun, den Kupferstich »Le juge, ou la cruche cassée« von Jean Jaques Le Veau zu betrachten und daraus eine eigene Idee für einen Holzschnitt zu greifen. Sie können einfach zu den Öffnungszeiten hereinspazieren, auch täglich wiederkommen, anderen zusehen, von der Meiste- rin Sabine Nier erste Anleitungen und auch Profi- schnitte lernen… Seien Sie herzlich willkommen.

 

EIN GESPRÄCH IM HAUSE KLEIST ÜBER DEN ABWESENDEN HERRN ZSCHOKKE @ Kleist-Museum
Okt 5 um 17:00
EIN GESPRÄCH IM HAUSE KLEIST ÜBER DEN ABWESENDEN HERRN ZSCHOKKE @ Kleist-Museum

Der Historiker und Germanist Werner Ort (*1951) war mit seiner Dissertation »Die Zeit ist kein Sumpf; sie ist Strom« über Heinrich Zschokke als Zeitschriftenmacher in der Schweiz von 1998 wegweisend. Seitdem hat Ort immer wieder Neues zur Forschung über diesen vielseitigen Publizisten, Politiker und Pädagogen beigetragen und die Edition des Briefwechsels betreut. 2013 erschien Orts bedeutende und quellenkritische Zschokke-Biografie. Ort engagiert sich auch bei der 2000 gegründeten Heinrich–Zschokke–Gesellschaft, die in Aarau 2021 ein ganzes Zschokke-Jahr feiert. Die Kuratorin der Sonder-Ausstellung, Claudia Czok, fragt Werner Ort nach ›seinem‹ Zschokke und nach den Spuren Kleists in Bern und Thun.

Okt
6
Mi
2021
EINE IDEE AUS DEM BILD GREIFEN… @ Kleist-Museum
Okt 6 um 14:00 – 18:00

Holzschnitt-Workshop mit Sabine Nier
Ein Projekt der Kulturellen Bildung

Eine Idee aus dem Bild greifen, auf die glatte Holzfläche starren und dann locker den ersten Schnitt setzen! Das kann jede Besucherin und jeder Besucher unserer Holzschnittwerkstatt – ob Enkel und Oma, Freundinnen und Freunde. Oder jede/r in sich versunken. Wir laden ein, es Kleist und seinen Dichterfreunden gleichzutun, den Kupferstich »Le juge, ou la cruche cassée« von Jean Jaques Le Veau zu betrachten und daraus eine eigene Idee für einen Holzschnitt zu greifen. Sie können einfach zu den Öffnungszeiten hereinspazieren, auch täglich wiederkommen, anderen zusehen, von der Meiste- rin Sabine Nier erste Anleitungen und auch Profi- schnitte lernen… Seien Sie herzlich willkommen.

 

WAS IST ES WERT? @ Kleist Forum · Studiobühne
Okt 6 um 17:30
WAS IST ES WERT? @ Kleist Forum · Studiobühne

Kulturorte, Lost Places, Sehnsuchtsorte, Utopia… Geschmack von gerade gepflücktem Obst, der Moment des Auftritts, die eigene Aufregung, Anspannung, die Begeisterung… dort, wo es ruhig ist, fliegen die Eulen mit einem durchdringenden Schrei durch die Nacht. »Was ist es wert?« – Eine forschende Reise zwischen Erinnerung und Zukunft, gespielt und gedreht in Spanien und in der Prignitz. Scheitern und Suche, drei Schauspieler:innen auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft, nach Sicherheit strebend und zweifelnd. »Was ist es wert?« Was ist das Theater noch wert? Was ist die landwirtschaftliche Produktion von Lebensmitteln noch wert? Reflektionen über den Zustand unserer Gesellschaft. Theater mischt sich ein und sucht selbst nach neuen Wegen: digital, gespielt, gefilmt, getanzt und gesprochen. Ein Theaterevent unter besonderen Bedingungen, in einer besonderen Zeit.

Mit: Cornelia Heyse, Fabian Oehl und Marc de Pablo
Förderung: Fonds Darstellende Künste
Idee und künstlerische Leitung: Katja Lebelt Dramaturgie: Inka Thunecke
Video und Fotos: Santiago Stankovic, Lukas Thiele Komposition: Viola Kramer

URAUFFÜHRUNG / MILLER GEGEN MILLER @ Kleist Forum
Okt 6 um 20:00
URAUFFÜHRUNG / MILLER GEGEN MILLER @ Kleist Forum

Schauspiel von Joshua Sobol
Eine Produktion des Kleist Forums

Joshua Sobols Stück »Miller gegen Miller« ist mehr als ein Generationen-Gemetzel zwischen einer todkranken Mutter und ihrem Sohn. Basierend auf einer wahren Geschichte, entwickelt sich aus einer halluzinierten Zeitreise ein Psychokrimi. Über 80 Jahre geheimes Leben. Eine Spurensuche und Abrechnung zugleich, bei der ein Jahrhundertprozess zu einer alptraumhaften Achterbahnfahrt wird. Ob Sohn, Vater, Ehemann, Täter oder Opfer: die Geister, die man rief, bestimmen die Geschichte. 

Der 1939 in Israel geborene Joshua Sobol begann seine internationale Karriere 1982 mit »Weiningers Nacht«, das 1989 verfilmt und mehrfach preisgekrönt wurde. Bereits kurz nach der Uraufführung in Haifa im Mai 1984 wurde sein Stück »Ghetto« weltweit bekannt. Das Werkverzeichnis der Stücke Joshua Sobols ist eindrucksvoll. Allein in deutscher Übersetzung liegen derzeit mehr als 20 Theaterstücke vor. 2020 war Sobol Jurymitglied und Laudator für den Kleist-Förderpreis 2021. Gemeinsam mit dem Schauspieler Mathieu Carrière hat er die Stückfassung »Miller gegen Miller« entwickelt, die auf seinem Stück »Hello Mother, Goodbye Son« basiert.

Mit: Cornelia Heyse und Mathieu Carrière
Regie: Joshua Sobol
Bühne und Kostüme: Edna Sobol

 

Okt
7
Do
2021
EINE IDEE AUS DEM BILD GREIFEN… @ Kleist-Museum
Okt 7 um 14:00 – 18:00

Holzschnitt-Workshop mit Sabine Nier
Ein Projekt der Kulturellen Bildung

Eine Idee aus dem Bild greifen, auf die glatte Holzfläche starren und dann locker den ersten Schnitt setzen! Das kann jede Besucherin und jeder Besucher unserer Holzschnittwerkstatt – ob Enkel und Oma, Freundinnen und Freunde. Oder jede/r in sich versunken. Wir laden ein, es Kleist und seinen Dichterfreunden gleichzutun, den Kupferstich »Le juge, ou la cruche cassée« von Jean Jaques Le Veau zu betrachten und daraus eine eigene Idee für einen Holzschnitt zu greifen. Sie können einfach zu den Öffnungszeiten hereinspazieren, auch täglich wiederkommen, anderen zusehen, von der Meiste- rin Sabine Nier erste Anleitungen und auch Profi- schnitte lernen… Seien Sie herzlich willkommen.

 

TOD IN VENEDIG @ Kleist-Museum
Okt 7 um 19:00
TOD IN VENEDIG @ Kleist-Museum

Ein Film von Luchino Visconti (Italien, 1971)
Filmabend

Zu den diesjährigen Kleist-Festtagen ist der Kleist- Bewunderer Thomas Mann gleich zweimal Thema unseres Programms. Nach der Lesung von »Die vertauschten Köpfe« zeigen wir eine vielfach ausgezeichnete Verfilmung der Novelle »Der Tod in Venedig«. Der italienische Regisseur Luchino Visconti stellte dabei weniger die Handlungsfolge in den Mittelpunkt seiner Arbeit, als vielmehr den Versuch, diese mit filmischen Mitteln zu bearbeiten. Die Hauptfigur der Erzählung, Gustav von Aschenbach, ist in seiner Verfilmung ein gescheiterter Komponist, der dem jungen Tadzio verfällt. Für den Hauptdarsteller Dirk Bogarde war die Rolle des Gustav von Aschenbach der Höhepunkt seiner schauspielerischen Laufbahn. Der Film gehört zur sogenannten »Deutschen Trilogie« des Regisseurs, die neben »Tod in Venedig« die Filme »Die Verdammten« (1968) und »Ludwig II« (1973) umfasst.

MILLER GEGEN MILLER @ Kleist Forum
Okt 7 um 20:00
MILLER GEGEN MILLER @ Kleist Forum

Schauspiel von Joshua Sobol
Eine Produktion des Kleist Forums

Joshua Sobols Stück »Miller gegen Miller« ist mehr als ein Generationen-Gemetzel zwischen einer todkranken Mutter und ihrem Sohn. Basierend auf einer wahren Geschichte, entwickelt sich aus einer halluzinierten Zeitreise ein Psychokrimi. Über 80 Jahre geheimes Leben. Eine Spurensuche und Abrechnung zugleich, bei der ein Jahrhundertprozess zu einer alptraumhaften Achterbahnfahrt wird. Ob Sohn, Vater, Ehemann, Täter oder Opfer: die Geister, die man rief, bestimmen die Geschichte.

Der 1939 in Israel geborene Joshua Sobol begann seine internationale Karriere 1982 mit »Weiningers Nacht«, das 1989 verfilmt und mehrfach preisgekrönt wurde. Bereits kurz nach der Uraufführung in Haifa im Mai 1984 wurde sein Stück »Ghetto« weltweit bekannt. Das Werkverzeichnis der Stücke Joshua Sobols ist eindrucksvoll. Allein in deutscher Übersetzung liegen derzeit mehr als 20 Theaterstücke vor. 2020 war Sobol Jurymitglied und Laudator für den Kleist-Förderpreis 2021. Gemeinsam mit dem Schauspieler Mathieu Carrière hat er die Stückfassung »Miller gegen Miller« entwickelt, die auf seinem Stück »Hello Mother, Goodbye Son« basiert.

Mit: Cornelia Heyse und Mathieu Carrière
Regie: Joshua Sobol
Bühne und Kostüme: Edna Sobol

 

Okt
8
Fr
2021
EINE IDEE AUS DEM BILD GREIFEN… @ Kleist-Museum
Okt 8 um 14:00 – 18:00

Holzschnitt-Workshop mit Sabine Nier
Ein Projekt der Kulturellen Bildung

Eine Idee aus dem Bild greifen, auf die glatte Holzfläche starren und dann locker den ersten Schnitt setzen! Das kann jede Besucherin und jeder Besucher unserer Holzschnittwerkstatt – ob Enkel und Oma, Freundinnen und Freunde. Oder jede/r in sich versunken. Wir laden ein, es Kleist und seinen Dichterfreunden gleichzutun, den Kupferstich »Le juge, ou la cruche cassée« von Jean Jaques Le Veau zu betrachten und daraus eine eigene Idee für einen Holzschnitt zu greifen. Sie können einfach zu den Öffnungszeiten hereinspazieren, auch täglich wiederkommen, anderen zusehen, von der Meiste- rin Sabine Nier erste Anleitungen und auch Profi- schnitte lernen… Seien Sie herzlich willkommen.

 

PREMIERE / FAUST HOCH3 THOMAS UND ARTHUR THIEME MACHEN SICH AUF DIE REISE @ Kleist Forum
Okt 8 um 18:00
PREMIERE / FAUST HOCH3 THOMAS UND ARTHUR THIEME MACHEN SICH AUF DIE REISE @ Kleist Forum

Faust – Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen

Konzertante Lesung in drei Stationen nach Johann Wolfgang von Goethe
Eine Produktion des Kleist Forums

Wer meint ihn nicht zu kennen, unseren, Goethes Faust? Ob als Zitatenschatz zum Mitsingen, opulente Inszenierung oder schmuckes Büchlein, das Ihre private Bibliothek ziert: kaum ein anderes Werk hat sich in den Top-Charts der deutschen Literatur so eisern gehalten wie diese Tragödie. Zugegeben, wir sprechen von der Tragödie erster Teil. Dass es einen zweiten Teil gibt, gehört zur Allgemeinbildung. Worum es darin allerdings genau geht, wissen nur sehr wenige zu berichten. So unterschiedlich beide Teile auch sein mögen, gehören sie jedoch zusammen. Ob aus beiden Teilen ein neues, großes Ganzes entstehen kann, ist eine der gewaltigsten und mutigsten Herausforderungen für die Kunst und das Theater. Gemeinsam mit seinem Sohn Arthur als Komponist und Musiker sowie der Regisseurin Julia von Sell stellt sich Thomas Thieme wieder einmal dem komplexen Experiment, ein monumentales Bühnenwerk in einer konzertanten Lesung zu neuem Leben zu erwecken. Dabei hat das Team beide Teile von Goethes Faust unter ein Kaleidoskop gelegt, um die seltsam vertrauten — aber auch die unerhörten — Bilder neu zusammenzufügen. Ein Faust-Kosmos in drei Stationen, drei Abenden. Jeder für sich eine eigene Erzählung. Alle zusammen vielleicht Mephistos Versprechen von einer Reise durch die kleine, dann die große Welt.

Mit: Thomas Thieme (Lesung) und Arthur Thieme (Bassgitarre)
Fassung und Regie: Julia von Sell
Komposition: Arthur Thieme

Okt
9
Sa
2021
PREMIERE / FAUST HOCH3 THOMAS UND ARTHUR THIEME MACHEN SICH AUF DIE REISE @ Kleist Forum
Okt 9 um 19:30
PREMIERE / FAUST HOCH3 THOMAS UND ARTHUR THIEME MACHEN SICH AUF DIE REISE @ Kleist Forum

Faust – Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehn

Konzertante Lesung in drei Stationen nach Johann Wolfgang von Goethe
Eine Produktion des Kleist Forums

Wer meint ihn nicht zu kennen, unseren, Goethes Faust? Ob als Zitatenschatz zum Mitsingen, opulente Inszenierung oder schmuckes Büchlein, das Ihre private Bibliothek ziert: kaum ein anderes Werk hat sich in den Top-Charts der deutschen Literatur so eisern gehalten wie diese Tragödie. Zugegeben, wir sprechen von der Tragödie erster Teil. Dass es einen zweiten Teil gibt, gehört zur Allgemeinbildung. Worum es darin allerdings genau geht, wissen nur sehr wenige zu berichten. So unterschiedlich beide Teile auch sein mögen, gehören sie jedoch zusammen. Ob aus beiden Teilen ein neues, großes Ganzes entstehen kann, ist eine der gewaltigsten und mutigsten Herausforderungen für die Kunst und das Theater. Gemeinsam mit seinem Sohn Arthur als Komponist und Musiker sowie der Regisseurin Julia von Sell stellt sich Thomas Thieme wieder einmal dem komplexen Experiment, ein monumentales Bühnenwerk in einer konzertanten Lesung zu neuem Leben zu erwecken. Dabei hat das Team beide Teile von Goethes Faust unter ein Kaleidoskop gelegt, um die seltsam vertrauten — aber auch die unerhörten — Bilder neu zusammenzufügen. Ein Faust-Kosmos in drei Stationen, drei Abenden. Jeder für sich eine eigene Erzählung. Alle zusammen vielleicht Mephistos Versprechen von einer Reise durch die kleine, dann die große Welt.

Mit: Thomas Thieme (Lesung) und Arthur Thieme (Bassgitarre)
Fassung und Regie: Julia von Sell
Komposition: Arthur Thieme

Okt
10
So
2021
PESTALOZZIS BERG @ Kleist-Museum
Okt 10 um 11:00
PESTALOZZIS BERG @ Kleist-Museum

Ein Film von Peter von Gunten (Schweiz, DDR, BRD, Italien, 1989)

Filmfrühstück
Zu Gast: Christian Grashof

Der 1989 erschienene Film war ein weit verzweigte, europäische Kooperationsarbeit. Einige von Pestalozzis Aufenthaltsorten wurden im DEFA-Studio in Babelsberg nachgebaut, die Außenaufnahmen fanden in der Schweiz statt. Die Produktion baute auf den gleichnamigen Roman von Lukas Hartmann, der auch am Drehbuch mitarbeitete. Erzählt wird die Geschichte eines letztlich scheiternden Versuchs des Pädagogen, Reformers und Philantropen Johann Heinrich Pestalozzi, ein Heim für Waisenkinder zu führen. Gespielt wird Pestalozzi von Gian Maria Volonté, einer seiner Mit- und Gegenspieler ist der Ministerialbeamte Heinrich Zschokke, den Christian Grashof darstellte. Der Film hatte auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin im Februar 1989 Premiere, aus der DDR waren neben Grashof u.a. Corinna Harfouch, Käthe Reichel, Rolf Hoppe, Michael Gwisdek an dem Projekt beteiligt.

Im Anschluss an den 119 Minuten laufenden Film ist der Filmhistoriker Detlef Kannapin im Gespräch mit dem Schauspieler Christian Grashof.

PREMIERE / FAUST HOCH3 THOMAS UND ARTHUR THIEME MACHEN SICH AUF DIE REISE @ Kleist Forum
Okt 10 um 11:00
PREMIERE / FAUST HOCH3 THOMAS UND ARTHUR THIEME MACHEN SICH AUF DIE REISE @ Kleist Forum

Faust – Es irrt der Mensch, solang er strebt

Konzertante Lesung in drei Stationen nach Johann Wolfgang von Goethe
Eine Produktion des Kleist Forums

Wer meint ihn nicht zu kennen, unseren, Goethes Faust? Ob als Zitatenschatz zum Mitsingen, opulente Inszenierung oder schmuckes Büchlein, das Ihre private Bibliothek ziert: kaum ein anderes Werk hat sich in den Top-Charts der deutschen Literatur so eisern gehalten wie diese Tragödie. Zugegeben, wir sprechen von der Tragödie erster Teil. Dass es einen zweiten Teil gibt, gehört zur Allgemeinbildung. Worum es darin allerdings genau geht, wissen nur sehr wenige zu berichten. So unterschiedlich beide Teile auch sein mögen, gehören sie jedoch zusammen. Ob aus beiden Teilen ein neues, großes Ganzes entstehen kann, ist eine der gewaltigsten und mutigsten Herausforderungen für die Kunst und das Theater. Gemeinsam mit seinem Sohn Arthur als Komponist und Musiker sowie der Regisseurin Julia von Sell stellt sich Thomas Thieme wieder einmal dem komplexen Experiment, ein monumentales Bühnenwerk in einer konzertanten Lesung zu neuem Leben zu erwecken. Dabei hat das Team beide Teile von Goethes Faust unter ein Kaleidoskop gelegt, um die seltsam vertrauten — aber auch die unerhörten — Bilder neu zusammenzufügen. Ein Faust-Kosmos in drei Stationen, drei Abenden. Jeder für sich eine eigene Erzählung. Alle zusammen vielleicht Mephistos Versprechen von einer Reise durch die kleine, dann die große Welt.

Mit: Thomas Thieme (Lesung) und Arthur Thieme (Bassgitarre)
Fassung und Regie: Julia von Sell
Komposition: Arthur Thieme

FANTASIE, TRAUM UND EIN QUANTUM POLITIK: AUS ZSCHOKKES NOVELLEN @ St.-Gertraud-Kirche
Okt 10 um 15:00
FANTASIE, TRAUM UND EIN QUANTUM POLITIK: AUS ZSCHOKKES NOVELLEN @ St.-Gertraud-Kirche

Lesung der Frankfurter Bürgerschaft

In Zschokkes Autobiografie von 1842 heißt es: »Fühlt‘ ich von ernstern Arbeiten und Anstrengungen Übermüdung: drängte sich mir das fröhliche Feenreich der Fantasie entgegen, wie, nach Ermattung von Tagesmühen, den Einschlummernden, der Traum. Dann brach ich Blumen in einer idealen Welt; wand sie zu Sträussen und Kränzen, wie es eben geriet, dichtete Lieder, kleine Märchen, grössere Erzählungen.« Frankfurter Bürgerinnen und Bürger und ihre Gäste lesen aus Zschokkes breit angelegtem novellistischen Werk.
Die Bürgerlesung wird von Marianne Dubberke auf der Orgel musikalisch begleitet.
Zu einigen der Texte, die volkstümlich oder belehrend und oft auch satirisch oder politisch klingen, hat sich der Berliner Künstler Dieter Goltzsche (*1934) zahlreiche Illustrationen ausgedacht. Ihre Vorlagen konnten gemeinsam mit weiteren Illustrationen zu Kleist 2021 vom Kleist-Museum angekauft werden. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und auf DVD veröffentlicht.

PREMIERE / DIE ENKEL DER FRIEDLICHEN REVOLUTION @ Kleist Forum · Studiobühne
Okt 10 um 17:00
PREMIERE / DIE ENKEL DER FRIEDLICHEN REVOLUTION @ Kleist Forum · Studiobühne

Biografisch-dokumentarischer Theaterabend
Eine Produktion der Bürgerbühne im Kleist Forum

Die Demonstrationen von 1989, die Rufe nach Meinungsfreiheit und Demokratie, der Sturm auf die Stasibehörden — für viele junge Menschen ist dies die Geschichte ihrer Eltern und Großeltern. Heute, mehr als 30 Jahre später, gibt es für sie neue Anlässe, um auf die Straße zu gehen. Zu Tausenden demonstrieren sie für das Klima, gegen Rassismus und für die Mitgestaltung der Politik. Die Welt 2021 stellt neue Herausforderungen an ihre Generation. Junge Performer:innen der Bürgerbühne begeben sich als die Enkel der friedlichen Revolution auf eine Spurensuche in Frankfurt (Oder). Was genau ist hier 1989 passiert? Und was lässt sich daraus für die Umsetzung einer friedlichen Revolution heute lernen?

Die im März 2020 geplante Premiere war eine der ersten Eigenproduktionen, die der Pandemie im Kleist Forum zum Opfer fiel. Nach über 1.5 Jahren ist es fast Ironie des Schicksals, dass wir es Kleist mit seinen Festtagen verdanken, dass »Die Enkel der friedlichen Revolution« endlich das Licht der Bühnen erblicken.

Mit: Marie Albrecht, Emil Gehlsen und Ronja Nicolas Regie: Gudrun Herrbold
Dieses Projekt entstand in Kooperation mit dem Verein Kulturmanufaktur Impuls mit freundlicher Unterstützung der Stadt Frankfurt (Oder) und der Kulturbetriebe/Kulturbüro Frankfurt (Oder)